Samtstirnkleiber

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Samtstirnkleiber

Systematik
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Kleiber (Sittidae)
Gattung: Kleiber (Sitta)
Art: Samtstirnkleiber
Wissenschaftlicher Name
Sitta frontalis
Swainson, 1820

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Samtstirnkleiber (Sitta frontalis) gehört innerhalb der Familie der Kleiber (Sittidae) zur Gattung der Kleiber (Sitta). Er ähnelt in Statur und Befiederung dem Kleiber (Sitta europaea). Im Englischen wird der Samtstirnkleiber Velvet-fronted Nuthatch genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Samtstirnkleiber erreicht eine Körperlänge von gut 12 cm. Das Gefieder weist auf der Oberseite eine violette bis bläuliche Grubdfärbung auf. Die Unterseite ist überwiegend cremefarben. Markantes Erkennungszeichen ist der schwärzliche Fleck an der Stirn, der auch namensgebend war. Der kräftige Schnabel ist hellrot. Insgesamt hat der Kleiber einen gedrungenen Körperbau sowie eine kurzen Schwanz und Hals. Mit seinen kräftigen Füssen ist er in der Lage, wie Fledermäuse kopfüber an Ästen zu hängen. In seinen natürlichen Verbreitungsgebieten gilt er als Standvogel. Diese Art ist noch sehr häufig und nicht in ihrer Art bedroht.

Unterarten

Verbreitung

Weite Teile Südostasiens gelten als Hauptverbreitungsgebiet. Er bevorzugt Waldlandschaften in der Ebene, aber auch Höhenlagen von bis zu 2.000 Metern. Auch in der Nähe menschlicher Siedlungen ist der auf Agrarflächen zu Hause.

Ernährung

Neben Insekten sowie deren Larven frisst er auch allerlei Sämereien. Insekten lockt er durch Klopfen auf Rinde hervor und pickt sie dann auf. Alternativ geht er aber auch am Boden auf die Jagd nach Insekten.

Fortpflanzung

Der Samtstirnkleiber ist ein Höhlenbrüter. Das Weibchen legt zwischen sechs und acht weißliche Eier, die über einen Zeitraum von rund 16 Tagen bebrütet werden. Die Nestlingszeit beträgt durchschnittlich 25 Tage. Nach dieser Zeit werden die Jungvögel aber noch einige Wochen von den Elternvögeln mit Nahrung versorgt und betreut.

Gefährdung und Schutz

Der Samtstirnkleiber gehört noch nicht zu den bedrohten Arten. Jedoch gehen die Bestände seit Jahrzehnten kontinuierlich zurück. Schuld daran ist mit Sicherheit die Vernichtung der natürlichen Lebensräume sowie die allgemeine Umweltverschmutzung. Selbst in den unzugänglichen Lebensräumen schreitet die Urbanisierung und die Abholzung der Wälder immer weiter voran. Vor allem der "saubere" Wald nützt den Kleibern nur wenig, da sie hier kaum noch Nahrung finden. Sie sind auf altem Baumbestand und Totholz angewiesen. In der Roten Liste der IUCN wird der Kleiber als nicht gefährdet geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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