Sandalodes superbus

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Sandalodes superbus

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Sandalodes
Art: Sandalodes superbus
Wissenschaftlicher Name
Sandalodes superbus
(Karsch, 1878)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:040931]

Die Spinnenart Sandalodes superbus gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Sandalodes. Im Englischen wird die Art ludicra jumping spider genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Sandalodes superbus erreicht eine Körperlänge von etwa 12 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Beide Geschlechter weisen im Aussehen einen deutlichen Dimorphismus auf. Der Körper dieser Art weist eine braune Färbung auf. Thorax und Beine sind ebenfalls braun gefärbt, jedoch etwas dunkler. In der Mitte des Opisthosoma zeigt sich bei beiden Geschlechtern eine weißliche Musterung, die an den Rändern gezackt ist. Die Zick-Zack-Ränderung fällt jedoch bei beiden Geschlechtern unterschiedlich aus. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum anderen, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Sandalodes superbus kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Australien, Neuguinea und Tasmanien. Sie hält sich überwiegend auf den grünen Blättern und an den Stielen der jungen Eukalyptus-Bäume, auch Blaugummibäume genannt, auf, wo sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen kann und dort auch auf Beutefang geht. Wie fast alle Springspinnen so hält sich auch diese Art gerne auf sonnenbeschienenen Plätzen auf. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae), Langfühlerschrecken (Ensifera), Kurzfühlerschrecken (Caelifera) sowie Schmetterlinge (Lepidoptera) und deren Raupen erbeutet. Meist jagt die Spinne auf grünen Blättern oder an Baumstämmen.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt das Weibchen still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 31. Dezember 2008 <1>

  • Sandalodes superbus - (Karsch, 1878)
  • Alcmena superba - Karsch, 1878d
  • Acompse ludicrus - Keyserling, 1882
  • Bavia ludicra - Rainbow, 1911
  • Bavia ludicra - Hickman, 1967
  • Sandalodes scopifer - Zabka, 1991c
  • Sandalodes superbus - Zabka, 2000

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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