Schwarzhalsschwan

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Schwarzhalsschwan

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Gänsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel (Anatidae)
Unterfamilie: Entenvögel (Anatidae)
Gattung : Schwäne (Cygnus)
Art: Schwarzhalsschwan
Wissenschaftlicher Name
Cygnus melanocoryphus
(Molina, 1782)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Schwarzhalsschwan (Cygnus melanocoryphus) zählt innerhalb der Familie der Entenvögel (Anatidae) zur Gattung der Schwäne (Cygnus). Im Englischen wird der Schwarzhalsschwan black-necked swan genannt. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Schwarzhalsschwan erreicht eine Größe von bis zu 140 cm und ein Gewicht von bis zu 6 Kg. Weibchen werden deutlich keiner als Männchen. Kopf und der Hals sind bis zum Rumpf schwarz. Das restliche Gefieder ist weiß. Der Schnabel ist grau. Am Schnabelansatz erhebt sich ein roter fleischiger Höcker, der beim Männchen deutlich stärker ausgebildet ist. Die verhältnismäßig kurzen Beine sind hautfarben. Insgesamt ist der Schwarzhalsschwan kleiner als sein Verwandter der Trauerschwan.

Lebensweise

Die geselligen Vögel leben in Trupps von bis zu 40 Tieren. In ihren Überwinterungsgebieten sind sie oft in Schwärmen von mehreren hundert Tieren zu beobachten.

Verbreitung

Die Brutgebiete befinden sich weit im Süden Südamerikas sowie auf den Falklandinseln und auf Feuerland. Während der Kälteperiode ziehen die Vögel in nördlichere Gebiete. Die Überwinterungsgebiete erstrecken sich von Ostbrasilien bis nach Paraguay. Sie leben insbesondere an flachen Seen und Lagunen.

Ernährung

Schwarzhalsschwan
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Schwarzhalsschwan

Der Schwarzhalsschwan ernährt sich von Wasserpflanzen und Algen, die er in flachem Wasser ergrundelt.

Fortpflanzung

Die Brutzeit beginnt im Juli. Die Brutpaare, die ein recht großes Revier beanspruchen und auch aktiv verteidigen, bauen ihre Nester im Schilfbereich nahe des Ufers oder wenn vorhanden, auf kleinen Inseln. Verbaut werden insbesondere Schilf und andere Halme. Das Weibchen legt zwischen 3 und 8 hellgelbe Eier, die nur von ihr über etwa 35 Tage ausgebrütet werden. Das Männchen wacht in dieser Zeit über das Gelege. Die geschlüpften Jungschwäne haben ein hellgrau gefärbtes Dunenkleid und sind Nestflüchter. Oft ist zu beobachten, daß sie auf dem Rücken der Eltern getragen werden. Nach 3 Monaten sind sie flügge.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Schwarzhalsschwan heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Er ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Schwarzhalsschwan selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird er als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Weitere Synonyme

  • Anas melancoripha
  • Sthenelides melancoryphus
  • Sthenelides melanocoryphus
  • Cygnus melancorypha
  • Cygnus melanocoryphus

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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