Sciurus pucheranii

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Sciurus pucheranii
Foto folgt.

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
Teilordnung: Sciurida
Überfamilie: Hörnchenartige (Sciuroidea)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)
Unterfamilie: Erd- und Baumhörnchen (Sciurinae)
Gattung: Eichhörnchen (Sciurus)
Art: Sciurus pucheranii
Wissenschaftlicher Name
Sciurus pucheranii
(Fitzinger, 1867)

IUCN-Status
Data Deficient (DD)

Sciurus pucheranii zählt innerhalb der Familie der Hörnchen (Sciuridae) zur Gattung der Eichhörnchen (Sciurus). Im Englischen wird die Art Andean Squirrel genannt. Es sind 3 Unterarten bekannt (Leonard, Pasch & Koprowski, 2008).

Inhaltsverzeichnis

Erkennung und Unterschiede

In einigen Regionen des kleinen Verbreitungsgebietes kann Sciurus pucheranii mit dem Rotschwanzhörnchen (Sciurus granatensis) endemisch sein. Sciurus pucheranii ist jedoch ein wenig kleiner als diese Art. Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist die Fellfärbung, die bei Sciurus pucheranii deutlich weniger rot ist. Die Art kann auch mit Neuweltlichen Zwerghörnchen (Microsciurus) verwechselt werden. Jedoch überschneiden sich die Verbreitungsgebiete der Arten nicht (Leonard, Pasch & Koprowski, 2008).

Beschreibung

Aussehen und Maße

Sciurus pucheranii ist eine kleine Art innerhalb der Eichhörnchen. Die Art erreicht eine Gesamtlänge von 258 bis 350 mm, eine Schwanzlänge von 119 bis 160 mm, eine Hinterfußlänge von 35 bis 48 mm, eine Schädellänge von 38,1 bis 44,5 mm, eine Jochbeinbreite von 22,2 bis 26,2 mm, eine Hirnschädelbreite von 15,2 bis 20,0 mm sowie ein Gewicht von 100 bis 141 g. Das weiche und dichte Fell weist dorsal eine rötlichbraune Färbung auf, ventral zeigt sich eine gräuliche bis gelblichgraue Färbung. Je nach Vorkommen und Unterart zeigt sich auf dem Rücken ein mehr oder weniger stark ausgeprägter Aalstrich. Die Ohren sind nur spärlich behaart. Das Gebiss besteht aus 20 Zähnen, die zahnmedizinische Formel lautet i1/1, c 0/0, p1/1, m3/3. Weibchen verfügen zumm Säugen des Nachwuchses über 6 Paar Milchdrüsen. er Penisknochen ist länglich und leicht seitlich verdreht. Er erreicht eine Breite von 7,3 bis 8,5 mm, eine proximale Breite von 2,2 bis 2,7 mm, eine distale Breite von 2,0 bis 2,5 mm sowie eine kleinste Breite von 0,9 bis 1,1 mm (Leonard, Pasch & Koprowski, 2008).

Lebensweise

Über die Lebensweise, das Fortpflanzungsverhalten und die Ernährung ist nichts bekannt.

Unterarten

Verbreitung

Sciurus pucheranii ist in den kolumbianischen Anden endemisch. Die Art besiedelt hier die Andenkordilleren Cordillera Occidental, Cordillera Central und Cordillera Oriental. Sciurus pucheranii kommt in großen Höhen von 2.000 bis 3.300 m über NN vor. Sciurus pucheranii besiedelt in den Anden lichte Wälder und Nebelwälder mit hohen Bäumen bis hin zur Baumgrenze. Der Lebensraum ist durch kurze Gräser und einige Epiphyten gekennzeichnet. Zu den typischen Gewächsen im Lebensraum der Tiere gehören Baumfarne (Cyatheales) wie Cyathea und Palmengewächse (Arecaceae) wie Ceroxylon quindiuense. Fossile Funde sind nicht bekannt (Leonard, Pasch & Koprowski, 2008).

Gefährdung und Schutz

Der Gefährdungsgrad von Sciurus pucheranii ist unbekannt. Die Art wird in der Roten Liste der IUCN daher in der Kategorie Data Deficient (DD) gelistet. Die Hauptgefahren gehen heute von der Vernichtung der natürlichen Lebensräume, inklusive der damit verbundenen Lebensraumfragmentierung aus. Dies ist insbesondere in der Cordillera Central zu beobachten. Seit einigen Jahren werden im Verbreitungsgebiet Aufforstungsprogramme mit Erlen (Alnus acuminata) (Leonard, Pasch & Koprowski, 2008; IUCN, 2014) durchgeführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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