Seelbachs- und Eulenbruchswald

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Rieseige Rotbuchen mitten im Schutzgebiet. Teilweise sind Buchen und Eichen mit deutlich über 3 Metern Umfang, über einem Meter Durchmesser und rund 30 Metern Höhe zu finden.
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Rieseige Rotbuchen mitten im Schutzgebiet. Teilweise sind Buchen und Eichen mit deutlich über 3 Metern Umfang, über einem Meter Durchmesser und rund 30 Metern Höhe zu finden.

Der Seelbachs- und Eulenbruchswald stellt ein großes Naturschutzgebiet, welches in zwei Flächen eingeteilt ist, dar. Es liegt zum größten Teil im "Flecker Wald", wie das gesamte südliche Areal, welches die größte Fläche des Schutzgebietes ausmacht, allgemein genannt wird. Der Seelbachs- und Eulenbruchswald liegt im Kreis Siegen-Wittgenstein zwischen den Orten Freudenberg und Bockseifen im Osten und Nordosten, Mausbach und Alte Heide im Süden und Westen, sowie Hohenhain im Norden. Das Schutzgebiet gehört zur Stadt Freudenberg, diese verwaldet es auch, bzw. Mittarbeiter der LOEBF. Die Fläche beträgt offiziell 167,2 Hektar. Das Naturschutzgebiet Seelbachs- und Eulenbruchswald wurde für ein FFH-Gebiet (FFH=Flora-Fauna-Habitat(s-Richtlinie)) vorgeschlagen.

Die Unterschutzstellung erfolgte am 18.12.2003 durch das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz.
Eine seltene Varität des Pfifferlings im Schutzgebiet: Cantharellus cibarius var. amethystea
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Eine seltene Varität des Pfifferlings im Schutzgebiet: Cantharellus cibarius var. amethystea

Gründe für die Unterschutzstellung waren das reiche Vorkommen von Totholz als Lebens- und Brutraum für Spechte, natürliche Waldgesellschaften, Wälder in urwaldähnlichem Zustand mit natürlicher Bodenvegetation, Laichraum für Lurchen (Amphibia) wie dem Feuersalamander (Salamandra salamandra) in Form von Bachläufen und Quellbächen, natürliche Sümpfe und das Vorkommen vieler geschützter, seltener und schützenswerter Tier- und Pflanzenarten.

Die Ziele des Naturschutzgebietes Seelbachs- und Eulenbruchswald sind vor allem die Erhaltung dieser Lebensräume, Projekte, durch welche die bestehenden Nadelwaldflächen in natürlichen Laub-Mischwald umgewandelt werden sollen und durch den Schutz des Lebensraumes den Schutz der darin vorkommenden Tiere und Pflanzen. Besonders schützenswert sind die bodensauren Buchen-Mischwälder mit natürlicher Waldverjüngung, die Strukurenvielfalt und die krautige Bodenvegetation, die sehr seltenen und gefährdeten Erlen-Eschenwälder entlang der Bäche, die Vorkommen von Bergahorn und Traubenkirche, sowie der natürliche Weichholzsaum am Waldrand. Des Weiteren sind Sumpfdotterwiesen mit ihrer typischen Lebensgemeinschaft zu finden, auch diese sind sehr schützenswert. Außerdem erfolgte die Festsetzund dieses Schutzgebietes zur eventuellen Anlage eines FFH-Schutzgebietes, sowie wegen dem Vorkommen von Mittelspecht (Dendrocopos medius), Schwarzspecht (Dryocopus martius), Grauspecht (Picus canus) und Rotmilan (Milvus milvus) als Arten für das gemeinschaftliche Interesse für die FFH-Richtlinie. Weiterhin sind auch andere seltene Vögel (Aves) wie der Raufußkauz (Aegolius funereus) aufzufinden.

Anhang

Siehe auch

Quelle, Weblink

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