Sepedon sphegea

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Sepedon sphegea

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Zweiflügler (Diptera)
Unterordnung: Fliegen (Brachycera)
Teilordnung: Muscomorpha
Familie: Hornfliegen (Sciomyzidae)
Unterfamilie: Sciomyzinae
Tribus: Tetanocerini
Gattung: Sepedon
Art: Sepedon sphegea
Wissenschaftlicher Name
Sepedon sphegea
(Fabricius, 1775)

Sepedon sphegea, auch unter dem Synonym Sepedon sphegeus bekannt, zählt innerhalb der Familie der Hornfliegen (Sciomyzidae) zur Gattung Sepedon. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Sepedon sphegea erreicht eine Körperlänge von etwa 8,0 bis 11,0 Millimeter. Der Körper weist eine nicht glänzende schwarze Färbung auf. Das Gesicht in der Seitenansicht ist nicht tief zwischen den Fühlern und dem Rand des Mundes ausgebuchtet. Markant sind die großen hervortretenden Augen bei dieser Art. Die Fühler sind 3-segmentiert. Das zweite Segment ist ist länglich und nicht gerillt. Die Arista (borstenförmiger Fortsatz an den Fühlern) ist mit einem weißen Flaum versehen. Die hufeisenförmige Naht, die als Ptilinalnaht bekannt ist, ist deutlich erkennbar. Post-vertikale Orbital-Borsten sind vorhanden. Die Mundwerkzeuge sind gut funktionsfähig. Die Oberkiefer-Taster sind segmentiert. Vibrissen fehlen. Der Thorax ist ohne eine kontinuierliche dorsale Naht. Die Flügel-Äderung ist vollständig. Die Flügel sind mit einer diskalen Zelle versehen, aber die subapikale Zelle fehlt. Die Analzelle ist kurz und geschlossen. Die Costa (Längsader in der Flügeladerung) ist ungebrochen und die Subcosta ist scheinbar. Die Vorderkanten-Venen sind nicht merklich stärker als die übrigen. Die Flügelvene 4 reicht weit über das Ende der ersten Basalzelle hinaus. Die Flügelvene 6 ist vorhanden. Die unteren Flügelschuppen (Calypter) an den Flügeln sind stark reduziert oder fehlen ganz. Des Weiteren sind die Flügel mit dunklen Markierungen gemustert. Die gelb-roten Tibiae sind mit dorsalen pre-apikalen Borsten besetzt. Die hinteren Tibiae sind ohne starke Borsten bedeckt. Die Tarsen weisen eine schwarze Färbung auf.

Lebensweise

Zu den Lebensräumen dieser Art zählen unter anderem Teichränder und feuchte Wiesen. Die Art hat eine besondere Vorliebe für Sumpf-Schwertlilien (Iris pseudacorus), die an den Teichrändern wachsen. Die Larven leben aquatisch und ernähren sich räuberisch von Wasserschnecken. Die Puppen sind in einem Puparium eingeschlossen.

Verbreitung

Sepedon sphegea
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Sepedon sphegea

Sepedon sphegea ist in ganz Europa und Asien verbreitet und hält sich meist an Rändern von Teichen und Flüssen auf. Ferner trifft man die Fliege auch in sumpfigen Gebieten an.

Ernährung

Die Larven ernähren sich räuberisch, indem sie Schnecken und Süßwasserschnecken sowie die Eier der Schnecken verspeisen. Die Erwachsenen trinken den Tau auf den Blättern oder in den Blüten. Des Weiteren ernähren sie sich vom Nektar und von Pflanzensäften.

Fortpflanzung

Die Flugzeit der Erwachsenen findet in den Monaten von April bis Oktober statt. In dieser Zeit findet auch die Paarung statt. Nach erfolgreicher Paarung legt das Weibchen die Eier in der Nähe von Schnecken oder anderen Weichtieren ab. Nach etwa 4 bis 5 Tagen schlüpfen die Larven und nach 12 bis 16 Tagen verpuppen sich die Larven. Die Larven haben am Ende ihrer Entwicklung eine Körperlänge von etwa 14,0 Millimeter erreicht. Sie weisen einen länglichen Körper auf, der sich an beiden Enden verjüngt. An den hinteren Atemlöcher befinden sich einige Tuberkel. Der Körper ist in der Regel mit kurzen feinen Haaren bedeckt und die Kopfkapsel befindet sich teilweise eingezogen im Thorax.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
  • Kurt Günther, Hans-Joachim Hannemann, Fritz Hieke: Urania Tierreich, 6 Bde., Insekten . Deutsch Harri GmbH; Auflage: 5, 1990 ISBN 387144944X
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