Siler cupreus

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Siler cupreus

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Siler
Art: Siler cupreus
Wissenschaftlicher Name
Siler cupreus
(Simon, 1888)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:036158]

Die Spinnenart Siler cupreus gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Siler. Im Englischen wird diese Art blue banded jumping spider genannt. Die Farbmusterung anderer Arten aus der Gattung Siler können stark variieren.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Siler cupreus erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 6 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 8 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Im Allgemeinen ist die kleine Art eine helle oder bunte, manchmal schillernde Spinne. Einige Exemplare sind mit dichten, farbigen und schillernden Härchen bekleidet, die sie besonders attraktiv und auffällig machen. Das Prosoma zeigt einen flachen Kopf mit einem länglichen Thorax, der von den hinteren Augen bis zum hinteren Rand schräg abfallend wirkt und fast senkrechte Seiten aufweist. Der Panzer erscheint U-förmig, in der Nähe der vorderen seitlichen Augen ist er mäßig verbreitert und der hintere Rand zeigt sich etwas abgerundet. Das Opisthosoma ist länglich oval und ist in der hinteren Hälfte am breitesten, anterior wirkt das Opisthosoma abgeschnitten. Die mäßig bestachelten Beine sind lang und schlank. Das erste Beinpaar ist kräftiger als die übrigen Beinpaare und das vierte Beinpaar ist deutlich länger ausgebildet. Die Spitze des Panzers, die zusammen mit dem Bereich der hinteren Augen in Richtung des hinteren Randes konvergiert, ist mit dichten, abgeflachten, langen Härchen besetzt. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen und als Schutz beim Häuten sowie bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Siler cupreus kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: China, Taiwan, Japan und Korea. Sie hält sich zwischen Sträuchern, auf Pflanzen, vor allem auf großen breitblättrigen grünen Pflanzen wie zum Beispiel auf Ingwer (Zingiber) auf. Die Spinne kann man oft beim Sonnenbaden auf den Blättern oder ruhend in einer Blattzelle finden. Oft sucht sie Zuflucht in zwei eng überlappenden Blättern, wo sich auch das Wohngespinst der Spinne befindet. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae), Langfühlerschrecken (Ensifera), Kurzfühlerschrecken (Caelifera), Ameisen (Formicidae) sowie Schmetterlinge (Lepidoptera) und deren Raupen erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 31. Dezember 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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