Sitticus fasciger

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Sitticus fasciger

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Sitticus
Art: Sitticus fasciger
Wissenschaftlicher Name
Sitticus fasciger
(Simon, 1880)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:036230]

Die Spinnenart Sitticus fasciger gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Sitticus.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Sitticus fasciger erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 3 bis 4 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 6 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die untersetzte, kurzbeinige Körpergestalt und durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Beide Geschlechter weisen in Größe und Färbung einen deutlichen Dimorphismus auf. Insgesamt weist der Körper eine hellbraune Färbung mit weißlichen Markierungen auf. Das Opisthosoma ist mit einer undeutlichen weißlichen Blattzeichnung versehen. Die Beine sind bräunlich geringelt und mit dichten weißen Härchen bedeckt. Die Cheliceren sind bei dem Männchen kräftig ausgeprägt und sind bräunlich getönt sowie mit langen dichten weißen bis gelblichen Härchen besetzt. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Pelegrina galathea kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: China, Japan, Korea, Russland, Transbaikalien, Connecticut, Kansas, Magadan, Minnesota, New York sowie Sibirien. Diese Art wurde durch den Menschen nach Nordamerika eingeführt. Der Lebensraum dieser Spinne ist sehr vielseitig, so findet man sie an den Wänden von Bauernhäusern, in Holzschuppen sowie in Gewächshäusern. Des Weiteren hält sie sich gerne an sonnenbeschienenen Plätzen wie an Steinmauern, an Felsen, an Baumstämmen, Mauern und an Zäunen auf. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Die Paarung der adulten Tiere findet im Mai oder im Juni statt. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen produziert etwa zwei bis sechs Eikokons (durchschnittlich etwa vier Eikokons) im Jahr von Juni bis Juli. Die Eikokons befinden sich meistens in einem Hohlraum an einer Wand. Der Eikokon umfaßt etwa 6 bis 13 Eier. Die Eier weisen eine weiße bis gelbliche Färbung auf und der Durchmesser der Eier beträgt etwa 1,2 Millimeter. Das Weibchen bleibt nach der Eiablage für mehrere Tage in ihrem Wohngespinst, danach geht sie wieder auf Beutefang. Die Intervalle zwischen den jeweiligen Eiablagen variieren von 8 bis 34 Tage, durchschnittlich etwa 20 Tage. Die Entwicklung vom Ei bis zum Erwachsenen-Stadium umfaßt nach der Überwinterung etwa 377 bis 428 Tage. Die Larven schlüpfen nach rund 17 Tagen und weisen eine Körperlänge von etwa 1,6 Millimeter auf. Die ersten Nymphen halten sich fünf oder sechs Tage im Eikokon auf und verlassen dann das Wohngespinst des Weibchens. Man findet die Nymphen meist in einem Zeitraum von Ende Mai bis Oktober. Die erste Häutung tritt nach 20 bis 53 Tagen ein, die zweite Häutung beginnt im darauffolgenden Jahr und beginnt dann Mitte Juni und dauert bis Anfang Juli. Die dritte Häutung variiert von 18 Tage bis 44 Tage und die vierte Häutung etwa 18 bis 40 Tage. Danach tritt dann die fünfte Häutung ein, die etwa 18 bis 44 Tage dauert. Die Sterblichkeit der Spiderlinge ist während der Häutung und Überwinterung sehr hoch. Die Lebensdauer der Spinne beträgt etwa zwei Jahre.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 13. Juli 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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