Sonnenralle

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Sonnenralle

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Kranichvögel (Gruiformes)
Familie: Sonnenrallen (Eurypygidae)
Gattung: Sonnenrallen (Eurypyga)
Art: Sonnenralle
Wissenschaftlicher Name
Eurypyga helias
Pallas, 1781

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Auch wenn die Schnabelform eine Vermutung mit der Verwandschaft der Reiher zuläßt, so gehört die Sonnenralle (Eurypyga helias) dennoch zur Ordnung der Kranichvögel (Gruiformes).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Sonnenralle erreicht eine Länge von gut 48 cm sowie ein Gewicht von 220 Gramm. Der kräftige, spitze Schnabel ist hervorragend zum Aufspießen von Fischen und anderer Beute geeignet und hat eine gelbe Grundfärbung. Das Gefieder bei Männchen und Weibchen weißt kaum Unterschiede auf. Die Oberseite ist graubraun und mit schwarzen Querbändern durchzogen. Die Bauchseite ist deutlich heller gefärbt. Der Schwanz hat eine graue Färbung und ist mit 2 schwarzen Querbändern versehen. Der Kopf ist schwarz, die Kehle ist weiß bis cremefarben. Markant sind die weissen Bänder oberhalb und unterhalb der Augen.

Außerhalb der Brutzeit leben Sonnenrallen überwiegend einzeln. In ihren angestammten Lebensräumen werden Sonnenrallen gerne als Haustiere gehalten, da sie die Hütten der Eingeborenen von Insekten und Ungeziefer freihalten. Der Name Sonnenralle bezieht sich auf die wunderschöne Zeichnung des Gefieders, die beim Spreizen der Flügel ihre volle Pracht entfaltet. Sonnenrallen sind übrigens die einzige Art in ihrer Familie und sind mit den Kagus eng verwandt.

Verbreitung

Die Sonnenralle kommt in den Tropen Mittel- und Südamerikas bis in Höhen von 1.300 Metern vor. Sie bewohnt vorzugsweise tropische Regen- und Galeriewälder mit Wassernähe. Vor allem an Fluß- und Seeufern sind sie häufig anzutreffen.

Nahrung

Sonnenrallen fressen vor allem Fische, Frösche, Schnecken und allerlei Wasserinsekten. Im Pirschgang gehen sie auf die Jagd und stoßen mit ihrem Schnabel blitzschnell zu, wenn sich Beute in ihrer Nähe befindet.

Fortpflanzung

Sonnenrallen bauen ihre Nester in Bäumen in mittlerer Höhe. Die großen und klobigen Nester sind aufwändig gestaltete Bauten und bestehen hauptsächlich aus Reisig, Laub und Erde. Der Eingang zum Nest ist seitlich angebracht. Das Weibchen legt durchschnittlich 2 graue Eier, die mit rötlichen Flecken versehen sind. Beide Elternteile wechseln sich beim Brüten ab. Die Brutzeit beträgt etwa 28-30 Tage. Die Jungvögel haben nach dem Schlupf ein braunes Dunenkleid. Sie sind Nesthocker und verbleiben die ersten 8 Wochen in ihrem Nest. Erst danach verlassen sie es und folgen ihren Eltern.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Dieter Poley, Kolibris. Trochilidae, Westarp Wissenschaften; Auflage: 3., erw. Aufl. (Januar 1994) - ISBN 3894324090
  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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