Sonoma-Baumwühlmaus

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Sonoma-Baumwühlmaus
Foto folgt.

Systematik
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Nagetiere (Rodentia)
Unterordnung: Mäuseverwandte (Myomorpha)
Teilordnung: Myodonta
Überfamilie: Hamster- und Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Wühler (Cricetidae)
Unterfamilie: Wühlmäuse (Arvicolinae)
Gattung: Baumwühlmäuse (Arborimus)
Art: Sonoma-Baumwühlmaus
Wissenschaftlicher Name
Arborimus pomo
Johnson & George, 1991

IUCN-Status
Near Threatened (NT)

Die Sonoma-Baumwühlmaus (Arborimus pomo) zählt innerhalb der Familie der Wühler (Cricetidae) zur Gattung der Baumwühlmäuse (Arborimus). Im Englischen wird die Art California Red Tree Mouse oder Sonoma Tree Vole genannt. Die Art ist monotypisch, Unterarten sind demnach keine bekannt (Adam & Hayes, 1998).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Die Sonoma-Baumwühlmaus erreicht je nach Geschlecht und Alter eine Körperlänge von 95 bis 103 mm, eine Schwanzlänge von 64 bis 73 mm, eine Hinterfußlänge von 19 bis 20 mm, eine Ohrlänge von 10 bis 12 mm, eine Schädellänge von 24,03 bis 24,92 mm, eine Jochbeinbreite von 13,63 bis 14,18 mm, eine Warzenfortsatzbreite von 8,36 bis 8,77 mm, eine Hirnschädeltiefe von 7,08 bis 7,26 mm sowie ein Gewicht von 20 bis 45 g. Weibchen sind insgesamt größer und schwerer als Männchen. Das Fell ist dorsal rötlichbraun gefärbt, ventral zeigt sich eine gräuliche Färbung mit rostrotem Schimmer. Der Schwanz ist dick und dicht behaart. Dorsal ist der Schwanz bräunlich, ventral etwas heller gefärbt. Das Gebiss besteht aus 16 Zähnen, die zahnmedizinische Formel lautet i1/1, c0/0, p0/0, m3/3 (Adam & Hayes, 1998).

Lebensweise

Die Sonoma-Baumwühlmaus ist hauptsächlich nachtaktiv und lebt im Geäst der Bäume. Den Waldboden betreten die Tiere nur gelegentlich. Die Nester werden meist selbst gebaut oder von anderen Tieren wie dem Nördlichen Gleithörnchen (Glaucomys sabrinus), dem Douglas-Hörnchen (Tamiasciurus douglasii), dem Westlichen Grauhörnchen (Sciurus griseus), Neotoma fuscipes oder der Hirschmaus (Peromyscus maniculatus) übernommen. Auch Vogelnester sind durchaus beliebt. Männchen und Weibchen besetzen grundsätzlich unterschiedliche Nester. Eine Ausnahme bildet hier nur die Paarungszeit. Die Nester der Weibchen sind größer als die der Männchen oder subadulter Weibchen. Verlassene Nester treten oft in unmittelbarer Nähe der aktiven Nester auf. Nester werden nicht selten über mehrere Generationen genutzt. Das Innere eines Nestes ist mit Rinde, Moosen und anderen weichen Teilen ausgepolstert. Die Nester befinden sich meist in Höhen von 1,5 bis 30 m in Bäumen wie der Sitka-Fichte (Picea sitchensis), Amerikanischen Erdbeerbäumen (Arbutus menziesii), Westamerikanischen Hemlocktannen (Tsuga heterophylla) oder Mammutbäume (Sequoioideae) (Adam & Hayes, 1998).

Verbreitung und Lebensraum

Die Art ist in den westlichen Teilen von Kalifornien, USA, endemisch. Sonoma-Baumwühlmäuse bevorzugen Küstennadelwälder mit ausreichend hohen Bäumen (Adam & Hayes, 1998).

Biozönose

Prädatoren

Zu den natürlichen Feinden der Sonoma-Baumwühlmäuse zählen insbesondere Eulen (Strigiformes) wie der Fleckenkauz (Strix occidentalis), der Virginia-Uhu (Bubo virginianus), die Waldohreule (Asio otus) und der Sägekauz (Aegolius acadicus). Aber auch einige kleinere Raubtiere (Carnivora) stellen den Tieren nach. Hier sind vor allem der Nordamerikanische Waschbär (Procyon lotor), Fichtenmarder (Martes americana) und der Fischermarder (Martes pennanti) (Adam & Hayes, 1998).

Ernährung

Die Sonoma-Baumwühlmaus ernährt sich hauptsächlich von jungen Tannennadeln. Trinkwasser nehmen die Tiere in Form von Tau zu sich (Adam & Hayes, 1998).

Fortpflanzung

Der Östrus der Weibchen ist variabel und unregelmäßig. Die Tragezeit erstreckt sich über 27 bis 48 (31) Tage. Ein Wurf besteht aus 1 bis 5, typischerweise aus 2 Jungen. Das Geburtsgewicht der Jungtiere liegt bei 1,98 bis 2,8 g. Die Haut ist bei der Geburt spärlich behaart, die Augen öffnen sich nach 18 bis 23 (20,8) Tagen. Zu diesem Zeitpunkt wiegen die Jungen zwischen 7,5 und 10,4 g. Nach dem Öffnen der Augen werden die Jungen agil und nehmen rasch an Gewicht zu. Nach spätestens 46 Tagen werden die Jungtiere von der Muttermilch abgesetzt (Adam & Hayes, 1998).

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Die Art gehört heute zu den gering gefährdeten Arten. In der Roten Liste der IUCN wird die Sonoma-Baumwühlmaus daher in der Kategorie NT, Near Threatened, geführt. Die größte Bedrohung geht heute von der Fragmentierung der natürlichen Lebensräume aus. Wälder werden für die Holzgewinnung, zu Gunsten der Landwirtschaft, wegen dem Bau von Stromleitungen oder den Bau von Straßen gerodet. Durch die Fragmentierung können zudem Inselpopulationen entstehen, die von genetischer Armut bedroht sein können (IUCN, 2013).

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: Unterfamilie der Wühlmäuse (Arvicolinae)

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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