Sorex nanus

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Sorex nanus
Foto/Zeichnung folgt.

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Spitzmausartige (Soricomorpha)
Familie: Spitzmäuse (Soricidae)
Unterfamilie: Rotzahnspitzmäuse (Soricinae)
Gattung: Waldspitzmäuse (Sorex)
Art: Sorex nanus
Wissenschaftlicher Name
Sorex nanus
Merriam, 1895

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Sorex nanus zählt innerhalb der Familie der Spitzmäuse (Soricidae) zur Gattung der Waldspitzmäuse (Sorex). Im Englischen wird die Art Dwarf Shrew genannt.

Inhaltsverzeichnis

Erkennung und Unterschiede

Sorex nanus kann von anderen Spitzmäuse im selben Verbreitungsgebiet alleine aufgrund der geringen Größe unterschieden werden. Weitere Unterschiede zeigen sich in der condylobasalen Schädellänge und in der Zahnmorphologie. Im Gegensatz zu der sympatrischen Art Sorex tenellus ist Sorex nanus etwas kleiner und das Fell ist deutlich dunkler (Hoffmann & Owen, 1980).

Beschreibung

Sorex nanus ist eher klein und graubraun bis olivbraun gefärbt. Das Sommerfell ist insgesamt kräftiger gefärbt als das blasser wirkende Winterfell. Der Schwanz ist etwas undeutlich erkennbar zweifarbig. Sorex nanus erreicht eine Gesamtlänge von 82 bis 105 mm, eine Schwanzlänge von 27 bis 45 mm, eine condylobasale Schädellänge von 13,8 bis 14,8 (14,36) mm, sowie ein Gewicht von 1,8 bis 3,2 g. Das Gebiss besteht aus 32 Zähnen, die zahnmedizinische Formel lautet i3/1, c1/1, p3/1, m3/3. Der Schädel ist schlank und dorsal marginal abgeflacht (Hoffmann & Owen, 1980).

Über die Lebensweise ist nur wenig bekannt (Hoffmann & Owen, 1980).

Verbreitung und Lebensraum

Die Art kommt in freier Wildbahn in den US-Bundesstaaten Arizona, Colorado, Montana, Nebraska, New Mexico, South Dakota, Utah und Wyoming vor. Sorex nanus besiedelt eine Vielzahl an Lebensräume wie subalpine Nadelwälder, alpine Tundra, felsige Hänge und Wiesen in Tieflagen. Felsige, aride Habitate werden bevorzugt besiedelt. Die Lebensräume liegen meist in Höhen von 1.400 bis 1.500 m über NN (Hoffmann & Owen, 1980; IUCN, 2013).

Biozönose

Sorex nanus lebt in Lebensraumkonkurrenz zu nah verwandten Arten wie die Amerikanische Maskenspitzmaus (Sorex cinereus), die Dunkle Rotzahnspitzmaus (Sorex monticolus), Sorex merriami, Sorex preblei und Notiosorex crawfordi (Hoffmann & Owen, 1980).

Ernährung

Sorex nanus ernährt sich im Wesentlichen von Insekten (Insecta) und Spinnentieren (Arachnida), insbesondere von Käfern (Coleoptera) und Ameisen (Formicidae). Auch Aas wird nicht verschmäht (Hoffmann & Owen, 1980).

Fortpflanzung

Über das Fortpflanzungsverhalten von Sorex nanus ist nur wenig bekannt. Die Paarungszeit beginnt in den subalpinen Lebensraum nach der Schneeschmelze im späten Juni oder Anfang Juli. Die Geschlechtsreife wird zwar im 1. Lebensjahr erreicht, zur ersten Fortpflanzung kommt es jedoch erst zu Beginn des 2. Lebensjahres. Ein durchschnittlicher Wurf besteht aus 6 bis 7 (6,5) Jungtieren (Hoffmann & Owen, 1980).

Ökologie, Gefährdung und Schutz

Sorex nanus gehört heute noch nicht zu den gefährdeten Spitzmäusen (Soricidae). In den meisten Regionen kommt Sorex nanus noch häufig vor. In der Roten Liste der IUCN wird die Art daher als nicht gefährdet (LC, Least Concern) geführt. Über Gefährdungsursachen ist nichts bekannt (IUCN, 2013).

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

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