Stachelibis

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Stachelibis

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Stelz- und Schreitvögel (Ciconiiformes)
Familie: Ibisse (Threskiornithidae)
Gattung: Threskiornis
Art: Stachelibis
Wissenschaftlicher Name
Threskiornis spinicollis
Jameson, 1835

Der Stachelibis (Threskiornis spinicollis), der auch Strohhalsibis genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Ibisse (Threskiornithidae) zur Gattung Threskiornis. Er wird gelegentlich auch unter dem wissenschaftlichen Namen Carphibis spinicollis geführt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Strohhalsibis erreicht eine Höhe von 60 bis 75 Zentimeter. Sein Gefieder ist auf dem Rücken und den Flügeln schwarz. Der mittellange Hals ist im oberen Bereich ungefiedert. Im Unteren Teil des Halses zeigen sich am Halsansatz borstenartige Schmuckfedern, die weißlich bis cremefarben gefärbt sind. Diese Schmuckfedern waren für die Art namensgebend. Die Bauchseite und die Unterseite des Schwanzes sind weiß. Die Beine sind rosafarben, die Füße und die Krallen sind schwarz bis dunkelgrau. Der schwarze Schnabel ist länglich, recht schmal und weist eine leichte Krümmung auf. Die Iris ist dunkelbraun, die Pupillen sind schwarz. Die Geschlechter unterscheiden sich nicht. Der Strohhalsibis ist noch nicht in seiner Art bedroht und untersteht somit keinem speziellen Schutz.

Verbreitung

Diese Ibis-Art ist in weiten Teilen Australiens und auf Tasmanien sowie einigen umliegenden Inseln verbreitet. Ihre Habitate sind durch tropische und subtropische feuchte Gegenden im Tiefland, in Sümpfen, Mangrovenwäldern und ähnliches gekennzeichnet. Auch Feuchtwiesen und landwirtschaftliche Flächen werden gerne angenommen.

Nahrung

Verbreitungsgebiet
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Verbreitungsgebiet

Der Strohhalsibis sucht seine Nahrung auf feuchten Untergründen oder am Gewässerrand. Er pirscht langsam durchs sein Habitat und stößt beim Entdecken von Beute blitzschnell mit seinem langen gebogenen Schnabel zu. Zu seiner bevorzugten Beute gehören Insekten und deren Larven, Käfer, Schnecken, Amphibien und kleinere Reptilien. Der Strohhalsibis wendet rund dreiviertel der Tageszeit für die Nahrungssuche auf.

Fortpflanzung

Der Strohhalsibis brütet insbesondere in in größeren Kolonien von Augist bis Februar. Er errichtet sein Nest im Dickicht von Gewässerrändern. Das Nest besteht meist aus Ästen und Schilf. Das Weibchen legt zwischen zwei und vier Eier, die über einen Zeitraum von 24 bis 26 Tagen ausgebrütet werden. Beider Elternteilen beteiligen sich beim Brüten und der Nahrungssuche. Die Nestlingszeit beträgt für gewöhnlich 35 bis 40 Tage.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X
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