Strumpfbandnattern

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Strumpfbandnattern
Gewöhnliche Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis)

Systematik
Klasse: Kriechtiere (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Schlangen (Serpentes)
Familie: Nattern (Colubridae)
Unterfamilie: Natricinae
Gattung: Strumpfbandnattern
Wissenschaftlicher Name
Thamnophis
Linnaeus, 1758

Verbreitungsgebiet
Verbreitungsgebiet der Gattung Thamnophis

Die Strumpfbandnattern (Thamnophis) bilden innerhalb der Ordnung der Schuppenkriechtiere (Squamata) und der Familie der Nattern (Colubridae) mit insgesamt 30 Arten die Gattung Thamnophis. Alle Arten und Unterarten sind ungiftig. Im amerikanischen Englisch werden sie Garter-Snakes genannt, der Name Strumpfbandnatter kommt ursprünglich aus dem britischen Englisch. Der griechische Name Thamnophis bedeutet so viel wie Busch oder Buschwerk. Erstmals beschrieben hat sie der schwedische Naturwissenschaftler Carl von Linné im Jahre 1758.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Evolution

Die Evolution dieser Schlangen weicht kaum von der Evolution der Schlangen im Allgemeinen ab, daher sind alle nötigen Informationen zum Ursprung, zur Entwicklung und zur evolutionären Anpassung dem Hauptartikel Schlangen zu entnehmen.

Aussehen und Maße

Die Körperlänge der Strumpfbandnattern beträgt je nach Art zwischen 40 und 135 Zentimetern Länge, der Durchschnitt liegt insgesamt bei 60 bis 80 Zentimeter. Die größte jemals gefundene Strumpfbandnatter war eine rund 160 Zentimeter lange Gewöhnliche Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis), dies war allerdings nur eine sehr große Ausnahme und ist nie wieder vorgekommen. Allgemein werden die Weibchen größer und schwerer als die Männchen und haben zumeist einen längeren Schwanz als die kleineren Männchen. Der ovale Kopf setzt sich nur geringfügig vom Rest des Körpers ab, die Augen sind meist gelb oder braun mit schwarzen, runden Pupillen. Die Grundfarbe reicht von braun über schwarz bis hin zu fast gelb oder grün, dabei kann der Kontrast und die Helligkeit auch stark schwanken. Alle Arten weisen in irgendeiner Weise Muster auf, nur wenige, wie die Thamnophis hammondii, haben gelegentlich gar kein oder kaum Muster. Sehr selten tritt Albinismus (rein weiße Tiere) oder Melanismus (rein schwarze Tiere) auf, was aber alle Arten betreffen kann. Die meisten zeigen Streifenmuster, viele auch Balken- bzw. Barrenmuster oder Flecken. Der Name „Strumpf“-bandnatter rührt von dem Längsstreifen auf dem Rücken, welcher an ein Strumpfband erinnert. Diesen Längsstreifen haben fast alle Arten der Gattung, zusätzlich sind bei vielen zwei weitere Längsstreifen jeweils an den Flanken zu rekennen. Der Bauch ist heller als der Körper, meist cremefarben oder schmutzgelb und ist mit großen Schuppen bedeckt. Die Muster sind zwar oft auffällig bunt gefärbt, dienen aber dennoch der Tarnung, indem sie die Gestalt des Schlangenkörpers in der Umgebung optisch auflösen. Einige, wie die Berg-Strumpfbandnattern (Thamnophis elegans), sind häufig unauffällig graubraun gefärbt.

Lebensweise

Die Strumpfbandnattern sind vorwiegende Bodenschlangen, aber auch als sehr elegante Kletterer gerne in kleinen Büschen und manchmal sogar in Bäumen zu beobachten, woher sich auch der griechische Name "Thamnophis" ableiten lässt. Allgemein sind sie tagaktiv und halten sich nachts versteckt, im Hochsommer jedoch sind einige Individuen aus den südlichen US-Bundesstaaten und aus Mexiko auch schon mal in der Dämmerung aktiv, um den zum Teil extrem hohen Tagestemperaturen zu entgehen. Sie gehen aktiv auf Jagd und machen sich dabei ihren guten Geruchsinn zu Nutze. Allerdings riechen sie nicht mit der Nase, sondern mit der Zunge: Sie nehmen durch ein teilweise permanentes Züngeln (aus- und einfahren der Zunge) Geruchspartikel aus der Luft oder aus dem Wasser auf, welche am Gaumen abgestreift werden. Dort befinden sich Ausläufer des sich im Kopf befindenden Jacobsonschen Organs, welche Gerüche aufnehmen und zur Auswertung an das Gehirn weiterleiten. Wie alle Schlangen sind auch die Strumpfbandnattern taub. Aber die Thamnophis-Arten können, wenn sie ihren Kopf auf den Boden legen und besonders im Wasser, Schallwellen zwischen 100 und 700 Hertz wahrnehmen. Sehen können sie auf eine bestimmte Reichweite sehr gut, aber hinter dieser Reichweite, welche maximal wenige Meter, meist um 50 bis 70 cm beträgt, sehen sie vermutlich nur noch verschwommen. Womöglich nehmen sie sogar Farben wahr, was jedoch noch nicht ganz erwiesen ist. Der Beutefang wird durch die Kombination der verschiedenen Sinne ermöglicht. Einige Arten unternehmen lange Wanderungen von bis zu 15 Kilometer, um an ihre angestammten Futterplätze oder Winterquartiere zu gelangen, dies können Jahr für Jahr die gleichen Orte sein. Dafür ist eine enorme Navigationsfähigkeit erforderlich, vor allem für solch kleine Tiere ohne Flügel. Strumpfbandnattern besitzen, wie die Zugvögel, eine Art inneren Kompass, allerdings nicht durch das elektromagnetische Feld der Erde bestimmt, sondern sie orientieren sich an der Sonne und der Wahrnehmung polarisierten Himmelslichtes. Auch der Geruch ist auf den Wanderungen sehr wichtig, Jungtiere folgen oft den Gerüchen alter Weibchen. In Labyrinthversuchen wurde die außergewöhnliche Lernfähigkeit erprobt und bei vielen Arten nachgewiesen. Aber nicht alle Arten der Gattung verfügen über diese Fähigkeit der Orientierung, was aber alle Strumpfbandnattern haben sind Rezeptoren auf der gesamten Hautoberfläche, mit denen sie selbst auf geringste Druck- und Temperaturunterschiede reagieren können.

Ein Abwehrverhalten legen diese Schlangen kaum an den Tag. Ihrer Devise nach ist Flucht die beste Verteidigung. Die meisten Arten verschwinden bevor man sie sieht ins Wasser oder ins Gras, beim Ergreifen beißen jedoch viele Schmerzhaft und blitzschnell zu. Außerdem versuchen sie sich durch hektische Windungen loszukämpfen oder sondern ein übelriechendes, weißes Sekret aus der Kloake ab, was die meisten Menschen loslassen lässt.

Karierte Strumpfbandnatter (Thamnophis marcianus macianus)
vergrößern
Karierte Strumpfbandnatter (Thamnophis marcianus macianus)

Zur Winterruhe ziehen sich die Tiere unter die Erde zurück um dem Frost zu entgehen. Einige Arten, wie die Gewöhnliche Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis), suchen mit mehreren Hundert oder gar Tausend Tieren eine Höhle auf und schützen sich durch den engen Körperkontakt und der durch die Reibungsenergie erzeugten Wärme vor dem Erfrieren. Die Winterruhe kann je nach Verbreitung bis über zehn Wochen andauern.

Fortpflanzung

Nach der Winterruhe, wenn die Temperaturen im Frühling wieder ansteigen, erwachen zuerst die Männchen und einige Tage bis Wochen später die Weibchen (sie haben einen höheren Temperaturbedarf). Die Weibchen geben Pheromone (Sexuallockstoffe) über die Haut ab und locken so manchmal scharenweise Männchen an. Unter diesen kommt es dann zu friedlichen und unbissigen Auseinandersetzungen, in dem sie versuchen, sich gegenseitig auf den Boden zu drücken. Der schwächere gibt dann nach und nachher haut ab. Solche friedlichen Kämpfe nennt man Kommentkämpfe. Dann reibt das gesiegte Männchen zur sexuellen Stimulierung Kinn und Rücken des anderen Geschlechts. Ist sie paarungsbereit, hebt sie ihren Hinterleib und das Männchen führt den ausgestülpten Hemipenis in die weibliche Kloake ein und gibt sein Sperma ab, so dass die Eizellen befruchtet werden. Einige Männchen verschließen mit einem Pfropfen die Kloake der Geschlechtspartnerin, damit sie keine anderen Männchen mehr befruchten. Bild:Östliche-Bändernatter-1537.jpg|thumb|250px|center|right|Östliche Bändernatter]] Alle Strumpfbandnattern sind eilebendgebärend, das heißt, sie bilden zwar Eier aus, die Jungschlangen schlüpfen aber bereits vor der Eiablage aus den Eiern heraus und es kommen bereits lebende Junge zur Welt. Bei Thamnophis sirtalis und deren Unterarten wurde sogar ein plazentaähnliches Organ nachgewiesen. Bei einem Wurf kommen nach 70 bis 110 Tagen zumeist 10 bis 20, selten über 50 Jungtiere zur Welt. Je nach Vorkommen pflanzen sich Strumpfbandnattern ein- bis zweimal im Jahr fort. Die Geschlechtsreife wird in der Natur nach etwa einem Jahr erreicht, die Lebenserwartung liegt bei maximal über zehn Jahren.

Verbreitung

Vorkommen

Alle Arten der Gattung Thamnophis bewohnen Nordamerika und Teile des nördlichen Mittelamerikas. Sie kommen von der Pazifik- bis zur Atlantikküste und von Südalaska über weite Teile Kanadas, die gesamten USA bis nach Mittelamerika vor. Die südlichsten Populationen leben in Costa Rica. In den USA sind sie als Gattung betrachtet die häufigsten Schlangen überhaupt, in Mittelamerika kommen nur wenige Arten vor. Strumpfbandnattern sind im allgemeinen nicht gefährdet, lediglich einige wenige Arten/Unterarten sind gefährdet oder gar vor dem Aussterben bedroht.
Lebensraum: Waldrand und feuchtes Feld
vergrößern
Lebensraum: Waldrand und feuchtes Feld

Lebensräume

Strumpfbandnattern bewohnen die unterschiedlichsten Gegenden. Bevorzugt werden bei den meisten Arten Feuchtgebiete oder gewässernahe Orte. Arten wie die Bunte Strumpfbandnatter (Thamnophis marcianus), vor allem deren Wildform - die Karierte Strumpfbandnatter (Thamnophis marcianus marcianus), bevorzugen trockene Steilhänge an Flüssen und Seen, sowie trockene Flussufer. Die Nominatform der Gewöhnlichen Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis sirtalis) kommt häufig an Fließgewässern aller Art, auf Feuchtwiesen, sowie in Mooren und feuchten Wäldern vor und die Prärie- oder Flachland-Strumpfbandnatter (Thamnophis radix) ist von allen Strumpfbandnattern die Art mit den wohl vielfältigsten Habitaten. Sie besiedelt sumpfige und trockene Fluss- und Seeufer, Wälder, Trockengebiete, Prärien, Mangrovensümpfe und sogar im Gebirge kann man sie vorfinden, aber fast immer hält sie sich in Gewässernähe auf. Auf Vancouver Island, vor der Südwestküste Kanadas, bewohnen einige Arten auch den gemäßigten Regenwald, bestehend aus Nadelwäldern mit riesigen Zedern und vielen anderen Pflanzen. Zu diesen wenigen Arten gehört die Pickering's Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis pickeringii). Für die meisten anderen Arten gilt: Immer in der Nähe von Gewässern und Feuchtgebieten. In den unterschiedlichen Lebensräumen ist das Klima auch entsprechend unterschiedlich. Die Spanne reicht von über 40 Grad Celsius im Sommer in Mittelamerika bis unter minus 20 Grad Celsius im Winter im eisigen Norden vor dem südlichen Alaska, die Luftfeuchtigkeit beträgt in den gewässernahen Trockengebieten zwischen unter 40 und in den Morgenstunden um 90 bis 100 Prozent, in den Feuchtgebieten ganztags zwischen 70 und 90, morgens ebenfalls um 100 Prozent. Je nach Verbreitung können in den jeweiligen Verbreitungsgebieten auch die unterschiedlichsten Naturkatastrophen wie Blizzards, also heftige Schneestürme, mächtige Hagelschauer, Platzregenniederschläge, Tornados, sowie Hurrikanes auftreten.

Beute: Regenwurm
vergrößern
Beute: Regenwurm

Ernährung

Die Strumpfbandnattern haben ein großes Nahrungsspektrum. Es reicht von Wirbellosen wie Regenwürmer (Lumbricidae), zum Beispiel dem in Nordamerika eingeführten Tauwurm (Lumbricus terrestris) oder anderen Wirbellosen wie der Blutegel (Hirudo medicinalis), über Kaulquappen, Salamander-Larven, kleine Frösche (Anura) und Schwanzlurche (Caudata), bis hin zu Fischen (Actinopterygii), kleinen Vögeln (Aves) und Nagetieren (Rodentia). Auch kleine Krabben (Crustacea), verschiedenste Schnecken und sehr selten auch kleine Reptilien (Reptilia) werden gefressen. Welche Beute von welcher Art bevorzugt wird hängt von der jeweiligen Lebensweise und dem Habitat ab. Bei den meisten Arten überwiegen auf der Speisekarte der Anteil von Fischen, Fröschen, Salamandern und Wirbellosen. Bei Jungschlangen wurde bereits häufig Kannibalismus beobachtet.

Alle Arten der Gattung sind aktive Jäger, welche dem Geruch der Beute folgen, sie mit den Zähnen ergreifen und oft noch lebend runterschlingen, nur selten wird die Beute vorher erdrosselt. Sie fressen nur lebende Beute, lediglich Jungtiere, trächtige Weibchen und Terrarientiere nehmen auch Aas zu sich. Nachgewiesenermaßen reagieren gerade zur Welt gekommene Jungtiere geruchlich selektiv auf Extrakte bestimmter Nahrungstiere. Das heißt es gibt chemische Beutespektren mit angeborenen Vorlieben, welche sich jedoch mit dem Älterwerden individuell entwickeln.

Die Art des Beuteerwerbs ist auch den jeweiligen Lebensbedingungen angepasst. Einige jagen unter Wasser nach Fischen, andere legen sich an den Rand eines Gewässers dicht über die Wasseroberfläche und züngeln intensiv, um so ein Insekt nachzuahmen und Fische anzulocken, welche dann blitzschnell gepackt werden. Manche Individuen kriechen in Komposthaufen oder in lockeren Boden um Jagd auf Würmer zu machen oder schwimmen am Grund eines Gewässers und suchen Wasserschnecken, welche einfach aufgesammelt werden. Tiere mit einer Vorliebe für Nagetiere gehen auf Feldern oder in alten Schuppen auf Suche nach Mäusen und Individuen die gelegentlich Vögel erbeuten legen sich in einem Busch auf die Lauer. Strumpfbandnattern können an einem Tag fast das eigene Körpergewicht aufnehmen, natürlich in mehreren Portionen. Nach der Nahrungsaufnahme legen sich die Schlangen zur Verdauung in die Sonne auf eine Wiese, an eine Böschung, an ein Flussufer oder auf einen, über das Jagdgewässer ragenden, Ast oder Baum.

Prädatoren, Parasiten

Da die Strumpfbandnattern ein riesiges Verbreitungsgebiet haben, ist auch die Fülle von Prädatoren recht groß. Im Süden der USA und in Mittelamerika gehören Krokodile wie der mächtige Mississippi-Alligator (Aligator mississippiensis), welcher vor allem in Florida vorkommt, oder der Krokodilkaiman (Caiman crocodilus) ab Südmexiko, sowie das Ozelot (Felis pardalis), eine Wildkatzenart, von den US-Südstaaten an abwärts nach Süden zu den Feinden. In den zentralen USA werden ihnen Kojoten (Canis latrans) und Pumas (Puma concolor) gefährlich. Weiter nördlich stehen die Strumpfbandnattern auf der Speisekarte der Wölfe (Canis lupus). Allgemein stellen Hauskatzen und streunende Haushunde, sowie sehr viele Greifvögel (Falconiformes) und Rabenvögel (Corvidae) die größte Gefahr für die Schlangen dar.
Lebensraum: Feuchtwiese
vergrößern
Lebensraum: Feuchtwiese

Zu den Parasiten zählen die Allgemeinen Plagegeister wie Zecken (Ixodida) und andere Milben (Acari), Fadenwürmer (Nematoda) und einige andere.

Terraristik

Strumpfbandnattern werden leider oft als zahm und zutraulich werdende Schlangen beschrieben, was jedoch bei weitem nicht immer zutrifft. Sie werden zu günstigen Preisen und ohne nachzufragen an unerfahrene Terraristikanfänger verkauft. Oft haben diese dann noch nicht einmal einen Hauch Ahnung von diesen Tieren und überfüttern sie mit Mäusen, sollten die gekauften Schlangen überhaupt an das angebotene Futter gehen. Am Ende sterben die Tiere dann an einer Leberverfettung oder verhungern qualvoll, weil sie durch unartgerechte Haltung nichts fressen können. Hat man jedoch etwas Erfahrung mit solchen Tieren, sowohl theoretische, als auch ein wenig praktische, wird man mit entsprechenden Terrarien und Pflegeaufwand auf ein pflegeleichtes und gut nachzüchtbares Pflegetier hoffen können. Je nach Art sollten die Tiere allein oder in kleinen Gruppen gehalten werden. Das Terrarium sollte die Mindestmaße von 80x50x50 cm nicht unterschreiten. Tiere aus dem nördlichen Nordamerika können das ganze Jahr über draußen in ausbruchsicheren Gehegen gehalten werden, im Winter muss aber für frostsichere Unterschlüpfe gesorgt werden. Die Temperatur im Zimmerterrarium sollte zwischen 20 und 28 Grad Celsius liegen, im Winter während der Winterruhe zwischen 5 und 16 Grad Celsius, wobei auch dies von der natürlichen Herkunft abhängig ist. Die Luftfeuchtigkeit sollte zwischen 60 und 80% betragen. UV-Licht ist nicht notwendig, aber anzuraten um den Stoffwechsel zu fördern. Gelegentlich klappt die Haltung mit größeren Echsen wie große Anolis-Arten, da sich diese bevorzugt in Büschen und Bäumen, die Strumpfbandnattern auf dem Boden, seltener in Büschen aufhalten. Ein Wasserbecken darf bei den Strumpfbandnattern keinesfalls fehlen, sie müssen darin baden können, einige Arten am besten auch schwimmen. Als Bodensubstrat eignet sich Sand, Flusssand, Kies und bei Tieren wie der Flachland-Strumpfbandnatter auch Holzeinstreu, da diese Art bevorzugt trockene Gebiete in Gewässernähe aufsucht. Futter wird zwei bis drei Mal in der Woche in Form von Fischen oder einmal mit einer mittelgroßen Maus gereicht. Bei vorher tiefgefrorenem muss regelmäßig ein Vitamin-Präberat mitgegeben werden. Eingerichtet werden kann das Becken schlicht mit Wurzeln als Verstecke und einigen Pflanzen oder als aufwendiges Paludarium mit großem Wasserbecken, in dem auch einige Fische leben können, welche die Schlangen nicht fressen können. Alle Thamnophis-Arten müssen sich in Terrarien in absolut trockene Ecken zurückziehen können.

Systematik der Strumpfbandnattern

Östliche Bändernatter (Thamnophis sauritus)
vergrößern
Östliche Bändernatter (Thamnophis sauritus)
Berg-Strumpfbandnatter (Thamnophis elegans)
vergrößern
Berg-Strumpfbandnatter (Thamnophis elegans)
Karierte Strumpfbandnatter (Thamnophis marcianus macianus)
vergrößern
Karierte Strumpfbandnatter (Thamnophis marcianus macianus)

Hier sind alle Arten und bisher entdeckten Unterarten aufgelistet.

Gattung: Strumpfbandnattern (Thamnophis)

Art: Schwarze Strumpfbandnatter (Thamnophis atratus)
Unterart: Santa-Cruz-Strumpfbandnatter (Thamnophis atratus atratus)
Unterart: Oregon-Strumpfbandnatter (Thamnophis atratus hydrophilus)
Art: Kurzkopf-Strumpfbandnatter (Thamnophis brachystoma)
Art: Butlers Strumpfbandnatter (Thamnophis butleri)
Art: Goldkopf-Strumpfbandnatter (Thamnophis chrysocephalus)
Art: Couchs Strumpfbandnatter (Thamnophis couchii)
Art: Gefleckte Strumpfbandnatter (Thamnophis cyrtopsis)
Unterart: Halsband-Strumpfbandnatter (Thamnophis cyrtopsis collaris)
Unterart: Westliche Schwarznacken-Strumpfbandnatter (Thamnophis cyrtopsis cyrtopsis)
Unterart: Östliche Schwarznacken-Strumpfbandnatter (Thamnophis cyrtopsis ocellatus)
Art: Berg-Strumpfbandnatter (Thamnophis elegans)
Unterart: Arizona-Strumpfbandnatter (Thamnophis elegans arizonae)
Unterart: Gewöhnliche Berg-Strumpfbandnatter (Thamnophis elegans elegans)
Unterart: Westküstenstrumpfbandnatter (Thamnophis elegans terrestris)
Unterart: Wandernde Strumpfbandnatter (Thamnophis elegans vagrans)
Unterart: Upper-Basin-Strumpfbandnatter (Thamnophis elegans vascotanneri)
Art: Mexikanische Strumpfbandnatter (Thamnophis eques)
Unterart: Südmexikanische Strumpfbandnatter (Thamnophis eques eques)
Unterart: Nordmexikanische Strumpfbandnatter (Thamnophis eques megalops)
Art: Mexikanische Wandernde Strumpfbandnatter (Thamnophis errans)
Art: Zwerg-Strumpfbandnatter (Thamnophis exsul)
Art: Guatemala-Strumpfbandnatter (Thamnophis fulvus)
Art: Riesen-Strumpfbandnatter (Thamnophis gigas)
Art: Godmans Strumpfbandnatter (Thamnophis godmani)
Art: Zweistreifen-Strumpfbandnatter (Thamnophis hammondii)
Art: Karierte Strumpfbandnatter (Thamnophis marcianus)
Unterart: Schachbrett-Strumpfbandnatter (Thamnophis marcianus marcianus)
Art: Mexikanische Schwarzbauch-Strumpfbandnatter (Thamnophis melanogaster)
Art: Mexikanische Berg-Strumpfbandnatter (Thamnophis mendax)
Art: Nordwestliche Strumpfbandnatter (Thamnophis ordinoides)
Art: Westliche Streifenstrumpfbandnatter (Thamnophis proximus)
Unterart: Thamnophis proximus diabolicus
Unterart: Golfküsten-Bändernatter (Thamnophis proximus orarius)
Unterart: Westliche Bändernatter (Thamnophis proximus proximus)
Unterart: Rotstreifen-Bändernatter (Thamnophis proximus rubrilineatus)
Art: Gelbhals-Strumpfbandnatter (Thamnophilus pulchrilatus)
Art: Prärie-Strumpfbandnatter (Thamnophis radix)
Art: Rossmans Strumpfbandnatter (Thamnophis rossmani)
Art: Schmalköpfige Strumpfbandnatter (Thamnophis rufipunctatus)
Art: Östliche Bändernatter (Thamnophis sauritus)
Unterart: Thamnophis sauritus nitae
Unterart: Florida-Bändernatter (Thamnophis sauritus sackenii)
Unterart: Östliche Bändernatter (Thamnophis sauritus sauritus)
Unterart: Nördliche Bändernatter (Thamnophis sauritus septentrionalis)
Art: Treppen-Strumpfbandnatter (Thamnophis scalaris)
Art: Mexikanische Hochland-Strumpfbandnatter (Thamnophis scaliger)
Art: Gewöhnliche Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis)
Unterart: Texanische Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis annectens)
Unterart: Rotfleckige Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis concinnus)
Unterart: New-Mexico-Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis dorsalis)
Unterart: Kalifornische Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis fitchi)
Unterart: Kalifornische Rotseitige Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis infernalis)
Unterart: Quebec-Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis pallidulus)
Unterart: Rotseitige Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis parietalis)
Unterart: Pickerings Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis pickeringii)
Unterart: Chicago-Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis semifasciatus)
Unterart: Blaustreifen-Florida-Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis similis)
Unterart: Östliche Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis sirtalis)
Unterart: San-Francisco-Strumpfbandnatter (Thamnophis sirtalis tetrataenia)
Art: Sattelflecken-Strumpfbandnatter (Thamnophis sumichrasti)
Art: Mexikanische Westküsten-Strumpfbandnatter (Thamnophis valida)
Art: Thamnophis vicinus

Anhang

Verbreitung/Temperaturen

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • F. Schneidewind & Dr. H.J. Herrmann: Wer weiß was über Strumpfbandnattern, Tetra Verlag GmbH, ISBN 3-89745-185-9
  • Dr. D. Schmidt: Nattern, Gräfe und Unzer Verlag, ISBN 3-7742-6947-5
  • Uwe Dost: Das große KosmosBuch der Terraristik, Franckh Kosmos Verlag, ISBN 3-440-10129-0
'Persönliche Werkzeuge