Sumatra-Tiger

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Sumatra-Tiger

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Familie: Katzen (Felidae)
Unterfamilie: Großkatzen (Pantherinae)
Gattung: Panthera
Art: Tiger (Panthera tigris)
Unterart: Sumatra-Tiger
Wissenschaftlicher Name
Panthera tigris sumatrae
Pocock, 1929

IUCN-Status
Critically Endangered (CR) - IUCN

Der Sumatra-Tiger (Panthera tigris sumatrae) ist eine Unterart und zählt zur Art der Tiger (Panthera tigris) und gehört zur Familie der Katzen (Felidae) sowie zur Gattung der Panthera.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Sumatra-Tiger ist eine kleine, stämmige Unterart des Tigers. Durch das Leben im Wald ist diese Art die dunkelste. Die Schulterhöhe liegt bei 0,75 Metern und die Gesamtlänge bei 2,5 Metern. Neben dem großen Backenbart, der bei den Männchen sogar zu einer kleinen Mähne werden kann, ist der dünne Schwanz ein unverkennbares Merkmal dieses Tieres. Wie alle Tiger liebt der Sumatra-Tiger das Wasser.

Gefährdung Schutz

Durch die intensive, landwirtschaftliche Nutzung des Lebensraumes des Sumatra-Tigers und die starke Bejagung durch Wilderer war er Anfang der 70er Jahre fast ausgerottet. Seit 1975 ist gemäß dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen CITES jeder Handel mit Tigerprodukten verboten. Dies dämmte die Wilderei zwar ein, aber retten kann es diese Art wohl nicht mehr.

Verbreitung

Ursprünglich lebte der Sumatra-Tiger auf der gesamten Insel Sumatra. Heute leben nur noch ca. 400 Exemplare in einigen weinigen Schutzgebieten. Durch Brandrodungen wird der Lebensraum der Katzen immer kleiner.

Nahrung

Sumatra-Tiger
vergrößern
Sumatra-Tiger

Tiger haben ein weites Spektrum an Beutetiere. Hauptsächlich wird größere Beute wie Hirsche, Rehe, Schweine und Tiere ähnlicher Größe erjagt. In Mangelzeiten nehmen sie auch Beutetiere in Kaninchengröße. Meist schleicht sich ein Tiger ungemerkt an die Beute heran, um sie dann mit einem gezielten Sprung zu Boden zu reißen. Mit einem Biss in die Kehle oder in den Nacken wird ein Tier getötet. Mit dieser Fangmethode ist oft nur einer von zehn Angriffen erfolgreich. Von Sumatra-Tigern ist bekannt das sich in einigen Regionen regelrechte Affenjäger herausbildeten, die sogar vor Orang-Utans nicht halt machten. So etwas kann man heute durch die intensive Bejagung beider Arten leider nicht mehr beobachten.

Fortpflanzung

Tiger erreichen die Geschlechtsreife mit etwa drei bis vier Jahren. Eine feste Paarungszeit haben Sumatra-Tiger nicht. Ein Männchen verpaart sich für gewöhnlich mit mehreren Weibchen in seinem Revier. Während der Aufzucht der Jungen pendelt das Männchen dieser Art meist zwischen seinen Familien hin und her und hilft bei der Aufzucht. Nach einer Tragezeit von 102-115 Tagen bringt das Weibchen 2-3 (1-6) Jungtiere an einer geschützten Stelle zur Welt. 1-3 Tage vor der Geburt kann man häufiges Belecken des Gesäuges und Fressunlust beobachten. Die Jungtiere weisen ein Geburtsgewicht von lediglich 800-1000 Gramm auf und werden 5-6 Monate lang gesäugt. In einem Alter von gut acht Wochen folgen die Jungtiere der Mutter auf ihren Streifzügen und beginnen das erste Fleisch zu fressen. Ab dem achtzehnten Monat sind sie selbständig, bleiben aber in der Regel noch ein bis zwei Jahre bei der Mutter. Die Lebenserwartung liegt bei dieser Unterart bei ca. 20 Jahren.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X

Qualifizierte Weblinks

'Persönliche Werkzeuge