Synagelides annae

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Synagelides annae
Männchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Synagelides
Art: Synagelides annae
Wissenschaftlicher Name
Synagelides annae
Bohdanowicz, 1979

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:036394]

Die Spinnenart Synagelides annae gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Synagelides.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Synagelides annae erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 6 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 6 bis 8 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die untersetzte, kurzbeinige Körpergestalt und durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Das Prosoma des Weibchens ist gelb-beige und der Augenbereich mattgelb und faltig, während das Umfeld der Augen intensiv schwarz ist. Hinter den vorderen Augen zeigt sich eine Reihe von hellen medial gebogenen Borsten und braunen Härchen. Der ventrale Rand des Panzers weist eine dunkelbraune Färbung auf. Die Länge des Prosoma beträgt 1,51 Millimeter, die Länge des Augenbereiches 0,95 Millimeter, die Breite des ersten Augenfeldes ist 1,07 Millimeter und die Breite des Augenbereiches beträgt 111,05 Millimeter. Die Beine sind einheitlich gelb getönt, jedoch sind Metatarsus und Tibia I ein wenig dunkler. Am Metatarsus I befinden sich vier Dornen und an der Tibia 14 Paar Stacheln und drei Paar Stacheln distal erreicht fast das distale Ende der Tibia. Das Opisthosoma des Weibchens weist eine dunkelgraue Färbung auf und ist mit kleinen blassen Flecken besetzt. Des Weiteren zeigen sich eine breite Längsbande und eine schmale weiße Linie auf jeder Seite. Drei Bänder sind miteinander verbunden und auf etwa drei Fünftel der Länge des Opisthosoma verläuft quer eine helle Bande. Die Seiten sind dunkelgrau und zeigen eine feine längsverlaufende blasse gepunktete Linie. Anal sind Tuberkel vorhanden und die Spinndüsen weisen eine blassgelbe Färbung auf. Die Länge des Opisthosoma beträgt 2,22 Millimeter. Der Clypeus ist dunkelbraun, während die Cheliceren von einer gelben Tönung sind und die Pedipalpen eine einheitliche blassgelbe Färbung aufweisen. <2>

Bei dem Männchen ist das Prosoma dunkelbraun und der Augenbereich beigefarben und faltig. Die Umgebung der Augen und der Panzer weisen dieselbe Färbung auf wie bei dem Weibchen. Im Bereich der anterioren Augen zeigt sich eine Reihe von verstreuten weißlich medial gebogenen Borsten und braunen Härchen. Die Länge des Prosoma beträgt 1,50 bis 1,40 Millimeter, die Länge des Augenbereiches 0,87 bis 0,82 Millimeter, die Breite des ersten Augenfeldes 1,05 bis 1,02 Millimeter und die Breite des zweiten Augenfeldes 1,07 bis 1,02 Millimeter. Das zweite und vierte Beinpaar ist gelblich getönt und der Tarsus ist gelblich-beige gefärbt. Des Weiteren zeigen sich unauffällige dunkle Streifen auf beiden seitlichen Flächen von Tibia, Patella und Femur der Beine III und IV. Das Opisthosoma weist eine dunkelgraue Färbung auf und ist mit kleinen blassen Flecken besetzt. Anterior zeigt sich ein großer gelblicher Fleck und auf beiden Seiten sind zwei weiße längliche Linien vorhanden, die drei Fünftel der Länge des Opisthosoma erreichen. Anal finden sich helle Tuberkel. Der Clypeus ist schmal geformt und weist eine dunkelbraune Färbung auf. Die Cheliceren sind dunkelgelb und an der Innenseite des hinteren Randes befindet sich ein spitzförmiger Zahn. Die Zähne an der Innenseite des vorderen Randes ähneln die des Weibchens. Die Palpen weisen lange tibiale Apophysen auf und sind zum Cymbium hin enganliegend. <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Synagelides annae kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: China und Japan. Sie hält sich überwiegend auf Sträuchern und Pflanzen auf, wo sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen kann. Gelegentlich sucht die Spinne auch Zuflucht unter den Steinen oder in den Büschen. Wie fast alle Springspinnen so hält sich auch diese Art gerne auf sonnenbeschienenen Plätzen auf. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 31. Dezember 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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