Syrischer Braunbär

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Syrischer Braunbär

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Familie: Großbären (Ursidae)
Gattung: Ursus
Art: Braunbär (Ursus arctos)
Unterart: Syrischer Braunbär
Wissenschaftlicher Name
Ursus arctos syriacus
Hemprich & Ehrenberg, 1828

Der Syrische Braunbär (Ursus arctos syriacus) ist eine Unterart des Braunbären (Ursus arctos) und zählt innerhalb der Familie der Großbären (Ursidae) zur Gattung Ursus.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Syrische Braunbären erreichen eine Körperlänge von 150 bis 260 cm, eine Schulterhöhe von bis zu 140 cm sowie ein Gewicht von bis zu 500 Kg. Das Fell weist eine hellbraune Färbung auf. Syrische Braunbären verfügen über sehr feine Sinne. Vor allem der Geruchssinn ist sehr weit entwickelt. Über mehrere Kilometer können sie ihre Nahrung wittern. Auch das Sehvermögen und das Gehör sind außerordentlich gut entwickelt. Die Tiere leben, abgesehen vom Weibchen mit ihren Jungen, als Einzelgänger in ihren zum Teil riesigen Territorien. Ihre Reviere können bis zu 1.000 qkm groß sein. In den kalten Wintermonaten halten Syrische Braunbären eine Winterruhe. Für diese Ruhephase fressen sie sich im Sommer und Herbst eine dicke Speckschicht an. In vielen Verbreitungsgebieten sind Syrische Braunbären vom Aussterben bedroht oder bereits ausgestorben.

Verbreitung

Die Hauptverbreitungsgebiete des Syrischen Braunbären liegen im Kaukasus und im Nahen Osten. Sie bewohnen vorzugsweise baumarme Bergregionen und andere baumlose Landschaften.

Nahrung

Syrische Braunbären sind Allesfresser. Sie fressen neben Beeren, Pflanzen und deren Wurzeln auch Fleisch und Fisch. Auch Aas verschmähen sie nicht. Sie haben auch eine Vorliebe für Süsses und plündern gerne Bienenstöcke. Sie benötigen pro Tag zwischen zehn und fünfzehn Kg an Nahrung.

Fortpflanzung

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Syrische Braunbären erreichen die Geschlechtsreife mit rund 4 Jahren. Die Paarungszeit erstreckt sich über die Sommermonate. Das befruchtete Ei fängt allerdings nicht sofort an zu wachsen, sondern erst mit Beginn des Winters. Nach einer Tragezeit von zwei Monaten bringt das Weibchen während der Winterruhe zwischen einem und drei Jungtiere zur Welt. Die kleinen Bären haben ein Geburtsgewicht von 300 bis 400 Gramm sowie eine Länge von dreißig cm. Sie sind anfangs noch nackt und blind. Das Weibchen wärmt die Jungen zwischen Bauch und Arme. Im Alter von etwa dreißig Tagen öffnen die Jungbären ihre Augen. Aufgrund der fettreichen Milch wachsen die Tiere sehr schnell heran. Mit Verlassen der Geburtshöhle im Frühjahr sind die Jungtiere vollständig entwickelt und können der Mutter folgen. Sie werden insgesamt für vier Monate gesäugt, bleiben aber noch zwei bis drei Jahre bei der Mutter, die ihnen alles Wissenswerte beibringt. Das Muttertier verteidigt ihre Sprößlinge energisch - auch gegenüber männlichen Artgenossen. Braunbären erreichen in Freiheit ein Alter von etwa 30 Jahren. In Gefangenschaft auch deutlich mehr.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: Bären (Ursidae)

Literatur und Quellen

  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
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