Tansania Stummelschwanzchamäleon

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Tansania Stummelschwanzchamäleon

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Sauria)
Infraordnung: Leguanartige(Ibguania)
Familie: Chamäleons (Chamaeleonidae)
Unterfamilie: Stummelschwanzchamäleons (Brookesiinae)
Gattung: Rieppeleon
Art: Tansania Stummelschwanzchamäleon
Wissenschaftlicher Name
Rieppeleon brevicaudatus
Matschie, 1892

Das Tansania Stummelschwanzchamäleon (Rieppeleon brevicaudatus) zählt innerhalb der Familie der Chamäleons (Chamaeleonidae) zur Gattung Rieppeleon.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Das Tansania Stummelschwanzchamäleon erreicht eine Körperlänge von sechs bis sieben cm. Hinzu kommt der Schwanz von ein bis zwei cm. Die Grundfärbung ist ein braun mit leicht grünlichem Einschlag. Männchen sind relativ schmal und hoch gebaut. Weibchen haben eine etwas rundlichere Form. Am verdickten Schwanzansatz des Männchens zeichnen sich die Hemipenes ab und sind recht gut zu sehen. Oberhalb der Augen sind jeweils ein kleines Hörnchen erkennbar. Die Augen sind wie bei allen Chamäleons getrennt voneinander beweglich angebracht. Unterhalb des Maules sind kleine hervorstehende Schuppen zu sehen, die wie ein Bärtchen aussehen. Der Rücken ist mit einem kleinen gezackten Kamm versehen, der zum Schwanz hin ausläuft. Während der Paarungszeit zeigt sich an den Flanken eine Musterung aus dunken und hellen Streifen.

Die lange Zunge erreicht in etwa die Länge des Körpers. Mit ihr geht das Chamäleon auf Beutezug. Ist ein Tansania Stummelschwanzchamäleon in Gefahr oder fühlt es sich in irgendeiner Form bedroht stellt es sich tot, in dem es sich von dem Ast, auf dem es sitzt, fallen läßt, der Körper auf wenige mm abgeflacht wird und sich schwarz färbt. Dieses Verhalten wird in der Biologie als Akinese bezeichnet. Da viele Tiere nur lebende Nahrung erkennen oder auch fressen, hat es eine gute Überlebensstrategie entwickelt.

Revision

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Früher Rhampholeon, nach der Revision wurde Rieppeleon herausgenommen, und Rhampholeon in drei Untergattungen unterteilt.

Neue Gattung: Rieppeleon (Matthee, Tilbury & Townsend 2004)

Verbreitung

Diese Chamäleon-Art besiedelt den tropischen Regenwald in Höhen von bis zu 1.300 Metern in den Usambara-Bergen in Tansania, nahe der Küste zum Indischen Ozean. Im feuchtwarmen Klima bewohnen sie den Erdboden und niedrige Vegetationsschichten bis in Höhen von ein bis zwei Meter. Vor allem während der Ruhephase halten sie sich im Geäst von Bäumen oder Büschen auf.

Nahrung

Gelege
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Gelege
Gelege
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Gelege

Die Tiere ernähren sich von kleinen Insekten und deren Larven. Beutetiere werden mit der sehr langen und schnell herausschießenden Zunge gefangen. Flüssigkeit neben sie über Kondenzwasser von den Pflanzen auf.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife wird mit rund 12 Monaten erreicht. Die Paarung erfolgt in dem warmen Verbreitungsgebiet ganzjährig. Die Trächtigkeit beträgt ungefähr 30 bis 45 Tage. Das Weibchen vergräbt zwischen drei und sechs Eier in eine selbstgegrabene Grube, die nach erfolgter Eiablage sorgsam verschlossen wird. Die Eier weisen eine Größe von etwa zwölf mal fünf mm auf. Nach 90 bis 110 Tagen schlüpfen die Jungtiere, die eine Schlupflänge von rund zwei cm haben. Sie ernähren sich von Kleinstinsekten.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: die Familie der Chamäleons (Chamaeleonidae)

Literatur und Quellen

  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
  • Manfred Rogner: Echsen, Bd.2, Warane, Skinke und andere Echsen sowie Brückenechsen und Krokodile. Ulmer (Eugen) (1994). ISBN 3800172534
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