Teich-Marienkäfer

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Teich-Marienkäfer

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Friedkäfer (Polyphaga)
Familie: Marienkäfer (Coccinellidae)
Unterfamilie: Echte Marienkäfer (Coccinellinae)
Gattung: Anisosticta
Art: Teich-Marienkäfer
Wissenschaftlicher Name
Anisosticta novemdecimpunctata
(Linnaeus, 1758)

Der Teich-Marienkäfer (Anisosticta novemdecimpunctata), der auch Neunzehnpunkt-Marienkäfer genannt wird, zählt innerhalb der Familie der Marienkäfer (Coccinellidae) zur Gattung Anisosticta.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Teich-Marienkäfer erreicht eine Länge von fünf bis sieben mm. Die Flügeldecken, die eine orangerote Färbung aufweisen, sind durch die charakteristischen neunzehn schwarzen Punkte gekennzeichnet. Der Halsschild ist gelblich gefärbt und weist ebenfalls eine Vielzahl schwarzer Punkte auf. Der Panzer, der Kopf, die Brust und die Extremitäten sind ansonsten schwarz. Die Anzahl der Beine beträgt sechs und sind bräunlich gefärbt. Die kurzen Fühler sind ebenfalls braun.

Lebensweise

Die Käfer überwintern in zum Teil großen Kolonien unter Steinen, Rinden, Laub oder ähnlichem.

Verbreitung

Die Teich-Marienkäfer sind sehr weit verbreitet. Neben Europa wird auch das gemäßigte Asien und der Norden Afrikas besiedelt. Sie bewohnen sowohl offenes Gelände als auch bewaldete Gebiete und Waldränder. Bevorzugte Habitate können Waldlichtungen, Waldränder, Wiesen und Gärten sein. Sie halten sich grundsätzlich in der Nähe von Blatt- oder Schildlaus-Kolonien auf, die ihnen als Nahrung dienen.

Ernährung

Teich-Marienkäfer
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Teich-Marienkäfer

Teich-Marienkäfer ernähren sich hauptsächlich von Blattläusen, die sie auf den Blättern regelrecht abernten. Darüber hinaus fressen sie hier und da auch Blütenpollen.

Fortpflanzung

Die Geschlechtsreife tritt mit Schlupf des fertigen Käfers ein. Die Paarungzeit erstreckt sich über den Zeitraum nach der Winterruhe. Das Weibchen legt insgesamt 200 bis 300 Eier in Paketen auf Blätter mit Blattlausbefall. Die Eier haben etwa eine Größe von 1 bis 1,3 mm und werden vorzugsweise auf der Blattunterseite abgelegt. Nach einigen Tagen schlüpfen die Larven, die sich wie die adulten Käfer von Blattläusen ernähren. Die Larven weisen eine dunkelblaue bis schwarze Färbung auf und sind dorsal mit gelblichen bis orangenen Flecken gekennzeichnet. Während ihrer Larvenphase können sie einige hundert Blattläuse fressen. Bis zur Verpuppung durchlaufen sie drei Häutungen. Nach drei bis vier Wochen verpuppen sich die Larven und schlüpfen in der Regel im Sommer als fertige Käfer. Die gesamte Entwicklungsdauer vom Ei bis zum fertigen Käfer dauert bis zu 60 Tagen. In freier Wildbahn kann es pro Jahr eine Generation geben, unter kontrollierten Bedingungen bis zu zwei Generationen. Marienkäfer können ein Alter von gut drei Jahren erreichen.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Heiko Bellmann: Insekten (ohne Schmetterlinge). Erkennen und Bestimmen. 2002 by Mosaik Verlag in der Verlagsgruppe FALKEN/Mosaik, einem Unternehmen der Verlagsgruppe Random House GmbH, 81673 München / 5 4 3 2 1. ISBN 3-576-11476-9
  • Dr. Helgard Reichholf-Riem: Steinbachs Naturführer. Insekten. Mit Anhang Spinnentiere. München: Mosaik Verlag GmbH, München 1984. ISBN 3-570-01187-9
  • Ake Sandhall, übersetzt von Dr. Wolfgang Dierl: BLV Bestimmungsbuch 15. Insekten und Weichtiere. Niedere Tiere und ihre Lebensräume-Gliedertiere, Würmer, Nesseltiere, Weichtiere, Einzeller. BLV Verlagsgesellschaft mbH, München Wien Zürich 1984. ISBN 3-405-11390-3
  • Michael Chinery: Pareys Buch der Insekten: Ein Feldführer der europäischen Insekten. Übersetzt und bearbeitet von Dr. Irmgard Jung und Dieter Jung. Verlag Paul Parey 1987. Hamburg und Berlin. ISBN 3-490-14118-0
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