Telamonia dimidiata

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Telamonia dimidiata

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Telamonia
Art: Telamonia dimidiata
Wissenschaftlicher Name
Telamonia dimidiata
(Simon, 1899)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:036491]

Die Spinnenart Telamonia dimidiata gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Telamonia. Im Englischen lautet die Bezeichnung dieser Art two-striped telamonia. Diese Art ähnelt in Größe und Aussehen der Spinne Viciria praemandibularis, jedoch ist die Farbmusterung der beiden Arten unterschiedlich. Ursprünglich wurde eine Reihe von orientalischen Telamonia-Arten der Gattung Viciria zugeordnet.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Telamonia dimidiata erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 8 bis 9 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 9 bis 11 Millimeter. Diese Art ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Charakteristisch bei dem Männchen sind der lange, dünne Körper, die langen Beine sowie die langen Cheliceren. Das Prosoma ist lang, würfelförmig und leicht spitz zulaufend, während das Opisthosoma eine röhrenförmige Form aufweist. Ferner ist das Prosoma etwas hochgewölbt und weist einen flachen Kopf auf. Die Seiten sind fast vertikal und der Thorax ist bis zum hinteren Rand steil abfallend. Der Panzer ist länger als breit, ovalförmig und auf der Rückseite mäßig abgeflacht. Die vorderen seitlichen Augen weisen mehr oder weniger eine Musterung auf. Das Opisthosoma ist lang und röhrenförmig. Die abgerundeten Vorder- und Schrägkanten fallen nach hinten etwas leicht ab. Die Beine sind lang, schlank und mit zahlreichen dünnen Dornen besetzt. Die Vorderbeine des Männchens sind am längsten. Des Weiteren zeigt sich über alle Bereiche mit Ausnahme der Tarsen deutlich ein dorsaler und ventraler Rand. Die Farbmusterung zwischen den Geschlechtern variieren erheblich. Normalerweise ist der Teil des Kopfes und des Panzers in der Regel gefärbt und es zeigen sich mehr oder weniger zwei farbige Längsstreifen auf dem Opisthosoma. Die Grundfärbung des Weibchens ist im Allgemeinen leicht gelblich, jedoch ist der Kopf dicht mit weißen Härchen besetzt. Des Weiteren zeigen sich um die engen scharzen Augenringe zusätzlich noch breite rote Ringe und auf dem Opisthosoma des Weibchens sind ebenfalls zwei hellrote Längsstreifen zu erkennen. <2>

Lebensweise

Telamonia dimidiata
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Telamonia dimidiata

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Telamonia dimidiata kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Bhutan, Indien, Indonesien, Singapur und Sumatra. Sie hält sich vorwiegend auf Sträuchern und Pflanzen auf, wo sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen kann. Gelegentlich findet man sie auch im Regenwald unter Fallaub sowie unter Steinen oder in Büschen. Des Weiteren sucht die Spinne auch Zuflucht unter Fallaub in den Gärten von Wohnsiedlungen. Wie fast alle Springspinnen so hält sich auch diese Art gerne auf sonnenbeschienenen Plätzen auf. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Telamonia dimidiata
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Telamonia dimidiata

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle, in die es seine Eier legt und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 13. Juli 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

'Persönliche Werkzeuge