Texas-Krallengecko

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Texas-Krallengecko

Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Eigentliche Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Geckoartige (Gekkota)
Familie: Lidgeckos (Eublepharidae)
Gattung: Coleonyx
Art: Texas-Krallengecko
Wissenschaftlicher Name
Coleonyx brevis
Stejneger, 1893

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Texas-Krallengecko (Coleonyx brevis) gehört innerhalb der Familie der Lidgeckos (Eublepharidae) zur Gattung Coleonyx. Im Englischen wir der Texas-Krallengecko Texas Banded Gecko genannt. Die Art ist monotypisch, demnach sind keine Unterarten bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Texas-Krallengecko erreicht eine Gesamtlänge von 10 bis 12 Zentimeter, wobei die Hälfte der Gesamtlänge auf den Schwanz entfällt. Männchen bleiben ein wenig kleiner als Weibchen. Der Schwanz dient den Tieren in Mangelzeiten als Fettspeicher. Die Grundfärbung variiert zwischen gelblich und hellbraun. Die Körperoberfläche ist mit einem facettenreichen Muster aus Flecken und Punkten versehen. Die Beschuppung kann je nach Lichteinfall in unterschiedlichen Farben erscheinen. Die Bauchseite ist weißlich bis cremefarben gefärbt. Anders als bei den meisten Geckos haben die Texas-Krallengeckos Augenlider, die sie verschließen können. Die Augen liegen weit vorne am Kopf. Texas-Krallengeckos und andere Geckoarten mit dieser Eigenschaft werden in die Unterfamilie der Lidgeckos (Eublepharinae) zusammengefasst. Die Extremitäten sind kräftig ausgebildet und enden in länglichen Zehen. Die Geschlechter sind deutlich erkennbar. Das Männchen weist einen massigen Körperbau sowie einen dickeren Kopf auf. Zudem sind bei ihm die Präanalporen deutlich erkennbar.

Lebensweise

Texas-Krallengeckos sind überwiegend nachtaktive Bodenbewohner, die sich tagsüber in Höhlen oder anderen Unterschlüpfen zurückziehen. Die Höhlen werden stellenweise selbst gegraben oder von anderen Tieren übernommen und erweitert. Hierzu verfügen sie über kräftige Beine mit kleinen Krallen. Sie verfügen über keine Haftlamellen unter ihren Zehen. Texas-Krallengeckos können bei Gefahr ihren Schwanz abwerfen, der nach vier bis sechs Wochen wieder nachwächst. Der nachgewachsene Schwanz strahlt allerdings nicht mehr die alte Eleganz aus, sondern ist mehr oder weniger verkrüppelt. Den Vorgang abgefallene Körperteile zu ersetzen nennt man in der Biologie Autotomie. Wie alle Reptilien häutet sich der Texas-Krallengecko in bestimmten Zeiträumen, da die Haut nicht mitwächst. Während der kalten Jahreszeit halten die Tiere eine Winterruhe von einigen Monaten.

Verbreitung

Texas-Krallengeckos kommen in den USA in Texas und in New Mexiko vor. Im Mexiko werden die nordöstlichen Landesteile besiedelt. Die Tiere bewohnen überwiegend trockene und felsige Habitate wie Wüsten und Halbwüsten. Größere Steine, unter denen er Höhlen baut, dienen als Unterschlupf am Tage. In Ermangelung dessen versteckt er sich aber auch in Felsspalten oder an ähnlich geschützten Stellen.

Fressfeind: Gewöhnliche Kutscherpeitschennatter (Masticophis flagellum)
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Fressfeind: Gewöhnliche Kutscherpeitschennatter (Masticophis flagellum)

Prädatoren

Zu den natürlichen Fressfeinden des Texas-Krallengecko zählen neben Raubvögel vor allem Schlangen wie die Wüsten-Pflasternasennatter (Salvadora deserticola), die Gewöhnliche Kutscherpeitschennatter (Masticophis flagellum) sowie die Gefleckte Nachtschlange (Hypsiglena torquata). Der Texas-Krallengecko verhält sich bei einem Angriff durch einen Fressfeind eher defensiv. Erst im allerletzten Moment ergreift er die Flucht. Er kann zudem seinen Schwanz abwerfen, um so einen Feind zu verwirren. Der Schwanz wächst wieder nach.

Ernährung

Der Texas-Krallengecko ernährt sich hauptsächlich von Insekten und deren Larven sowie von Spinnentieren, Würmern, Maden und kleineren Gliederfüßern. Im Grunde frisst er alles was er überwältigen kann. Auch nestjunge Kleinsäuger werden in passender Größe gefressen. Hier und da nehmen die Texas-Krallengeckos auch pflanzliche Nahrung zu sich. Auf Nahrungssuche gehen die Tiere ausschließlich in der Nacht. Weibchen stellen kurz vor der Eiablage die Nahrungsaufnahme vorübergehend ein.

Fortpflanzung

Der Texas-Krallengecko erreicht die Geschlechtsreife mit rund 12 Monaten. Die Paarungszeit beginnt meist kurz nach der Winterruhe, dies ist meist ab April der Fall. Rund zwei bis drei Wochen nach der Paarung kommt es zur ersten Eiablage. Das Weibchen legt meist zwei Eier in weichen Bodengrund. Hierbei kann es bis zu zehn Gelegen kommen. Die Inkubationszeit richtet sich stark nach der Temperatur. Unter kontrollierten Bedingungen schlüpfen die Jungtiere nach 50 bis 70 Tagen. Die Bruttemperatur wirkt sich auch auf die Geschlechter der Jungtiere aus. Bei über 33°C schlüpfen überwiegend Weibchen. Bei über 31,5°C schlüpfen meist nur Männchen. Im Freiland erfolgt der Schlupf meist nach 60 bis 90 Tagen. Die geschlüpften Jungtiere weisen eine Länge von 80 bis 90 Millimeter auf, wobei die Hälfte der Gesamtlänge auf den Schwanz entfallen. Ab dem fünften Monat stellt sich die adulte Ausfärbung ein. Die Lebenserwartung in Freiheit liegt bei drei bis vier Jahren.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: die Familie der Geckos (Gekkonidae)

Literatur und Quellen

  • Kurt Deckert: Urania-Tierreich - Fische, Lurche, Kriechtiere. Urania-Verlag Leipzig - Jena - Berlin 1991. ISBN 3-332-00376-3
  • Manfred Rogner: Echsen, Bd.2, Warane, Skinke und andere Echsen sowie Brückenechsen und Krokodile. Ulmer (Eugen) (1994). ISBN 3800172534

Links

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