Thiodina hespera

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Thiodina hespera
Weibchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Thiodina
Art: Thiodina hespera
Wissenschaftlicher Name
Thiodina hespera
Richman & Vetter, 2004

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:039434]

Die Spinnenart Thiodina hespera gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Thiodina.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Thiodina hespera erreicht als Männchen eine Gesamtkörperlänge von etwa 6,5 Millimeter. Weitere Maße des Männchens: Panzerlänge 3,0 Millimeter, Panzerbreite 2,3 Millimeter. Die posterior medianen Augen befinden sich viel näher an den anterior lateralen Augen als die posterior lateralen Augen. Die Bein-Formel lautet: 1432. Der Panzer weist eine orange-braune Färbung auf und ist vereinzelt mit schwarzen Härchen besetzt. Ventral und anterior in der Nähe der posterior lateralen Augen befinden sich weiße Schuppen, die von drei wellenförmigen Längsstreifen (Muster teilweise abgerieben) umgeben sind. Weitere Schuppen zeigen sich zentral im mittleren Bereich, die trapezförmig und mit weißen Flecken versehen sind, lateral und in Richtung der medialen Flecken zeigen sich schraffierte Markierungen. Die posterior lateralen Augen sind von schwarzen Pigmenten umgeben, während die übrigen Augen von keinen schwarzen Pigmenten umgeben sind. Der Clypeus (Stirnplatte) weist eine dunkle Färbung auf. Die Cheliceren sind orange-braun getönt und sind mit einer dunklen geknickten kielförmigen Leiste versehen. Des Weiteren finden sich vier promarginale Zähnchen und ein zweispitziger retromarginaler Zahn. Die Enditen (Lappen) sind gelb-braun und prolateral fast weißlich getönt. Das Labium weist eine orange-braune Färbung auf und das Sternum ist ebenfalls gelb-braun getönt. Das Opisthosoma ist gelblich-grau-braun und mit geschwungenen seitlichen Streifen versehen. Ferner zeigen sich mehrere dunkle Flecken auf der Innenseite des Opisthosoma. Das erste und zweite Beinpaar sind meist orange-braun gefärbt und weisen dunkle Bereiche prolateral am Femur auf. Diese dunklen Bereiche erstrecken sich bis zu den Patellae und Tibiae. Die Metatarsen und Tarsen sowie das dritte und vierte Beinpaar weisen keine Markierungen auf. Die Pedipalpen sind orange-braun und der Bulbus erscheint in seiner Färbung dunkel. <2>

Als Weibchen erreicht Thiodina hespera eine Gesamtkörperlänge von etwa 7,4 Millimeter. Weitere Maße des Weibchens: Panzerlänge 3,3 Millimeter, Panzerbreite 2,5 Millimeter. Die posterior medianen Augen befinden sich viel näher an den anterior lateralen Augen als die posterior lateralen Augen. Die Bein-Formel lautet: 4312. Der Panzer weist eine gelbliche Färbung auf und ist vereinzelt mit schwarzen Härchen besetzt. Die Augen sind von schwarzen Flecken umgeben. Der Clypeus (Stirnplatte) und die Cheliceren sind gelblich getönt. Des Weiteren zeigen sich vier promarginale Zähnchen und ein zweispitziger retromarginaler Zahn, die Zähnchen weisen insgesamt eine dunkle Färbung auf. Die Enditen, die Pedipalpen, das Sternum und das Labium sind von einer gelben Tönung, jedoch erscheint das vordere Ende des Labium etwas heller. Das Opisthosoma ist ebenfalls gelblich getönt und weist zentral seitlich gesplittete Streifen auf und zwischen den zentralen und seitlichen Streifen zeigen sich gesprenkelte graue Flecken. Alle Beine sind ebenfalls gelblich getönt und die Tarsen und Metatarsen des ersten und zweiten Beinpaares erscheinen leicht dunkler. <2>

Lebensweise

Thiodina hespera ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Zu den Verbreitungsgebieten von Thiodina hespera zählen unter anderem Mexiko und die USA. Diese Art weist eine Vielzahl von Lebensräumen auf und hält sich je nach Verbreitungsgebiet an Apfelbäumen, zwischen Zitrusfrüchten, in Olivenhainen, zwischen Sträuchern wie zum Beispiel Rhus ovata, an Kiefern wie zum Beispiel Pinus sabiniana und an mehreren Arten von Eichen (Quercus) sowie unter oder über Maulbeerbäumen (Morus), Bergahorn (Acer pseudoplatanus) und an Erlen (Alnus) auf. Bevorzugt werden von der Spinne Sandböden. <3>

Thiodina hespera - Männchen
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Thiodina hespera - Männchen

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Zum Nahrungsspektrum der Spinne zählen unter anderem Zweiflügler (Diptera) wie Schwebfliegen (Syrphidae), Fliegen (Muscidae), Zuckmücken (Chironomidae), Tanzfliegen (Empididae), Schmetterlinge (Lepidoptera) wie zum Beispiel Wickler (Tortricidae). Gelegentlich werden auch Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle in Bäumen, in die es seine 30 Eier legt (Juni und Juli) und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben. Die Spiderlinge ernähren sich dann hauptsächlich von Mücken (Nematocera).

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 13. Juli 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

'Persönliche Werkzeuge