Thiodina puerpera

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Thiodina puerpera
Weibchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Thiodina
Art: Thiodina puerpera
Wissenschaftlicher Name
Thiodina puerpera
(Hentz, 1846)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:036561]

Die Spinnenart Thiodina puerpera gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Thiodina.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Thiodina puerpera erreicht als Männchen eine Körperlänge von etwa 5 bis 6 Millimeter und als Weibchen eine Körperlänge von etwa 7 Millimeter. Beide Geschlechter zeigen in Farbe und Größe einen deutlichen Dimorphismus.

Männchen: Der Carapax (Kopf-Brust-Schild) weist eine schwarze Färbung auf. Ventral und anterior zeigen sich weiße Streifen und an den posterior lateralen Nebenaugen (PLE) drei hügelige Längsstreifen (Musterung meist abgerieben). Des Weiteren zeigen sich an den Längsstreifen trapezförmige weiße Flecken und eine seitliche hintere Schrägstrich-Markierung. Die posterior lateralen Nebenaugen (PLE) sind mit einer schwarzen Pigmentierung umgeben. Die übrigen Augen sind nicht von einer Pigmentierung umgeben. Um die Augenregion zeigt sich deutlich ein orangefarbener Augenring und zwischen den Augen und dem Stirnbereich zeigt sich ein breites rotbraunes Band. Der Clypeus (Stirnplatte) ist ebenfalls schwarz getönt und die Cheliceren weisen eine dunkelbraune Färbung auf. Das Labium ist dunkelbraun und das Sternum ist etwas gelbbraun getönt. Das Opisthosoma ist wie das Prosoma schwarz gefärbt und mit seitlich geschwungenen weißen Streifen sowie mit mehreren dunklen Flecken auf jeder Seite des Dorsum besetzt. Die Beine sind ebenfalls schwarz getönt. Metatarsus und Tarsi sowie das dritte und vierte Bein sind unmarkiert. Die Pedipalpen weisen ebenfalls eine schwärzliche Färbung auf. <2>

Weibchen: Der Carapax (Kopf-Brust-Schild) weist eine orangebraune Färbung auf und ist vereinzelt mit schwarzen Härchen besetzt. Die Augen sind mit dunklen Flecken umgeben. Der Clypeus (Stirnplatte), die Cheliceren, das Labium sowie das Sternum sind hellgelb gefärbt. Das Opisthosoma weist eine gelbliche Tönung auf und ist mit gesplitteten zentralen und seitlichen dunklen Streifen besetzt. Im Bereich zwischen den Seiten- und Mittelstreifen zeigen sich gesprenkelte graue Flecken. Alle Beine sind gelblich gefärbt. Am ersten und zweiten Bein sind die Tarsi und der Metatarsus leicht dunkel getönt. Die Pedipalpen weisen ebenfalls eine gelbliche Färbung auf. Die Männchen trifft man überwiegend von Februar bis November mit Ausnahme auch im August und die Weibchen von März bis Dezember. <2>

Lebensweise

Thiodina puerpera ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum andern, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Zum Verbreitungsgebiet von Thiodina puerpera zählen unter anderem Guatemala, Panama, Karolina, Florida, Georgia (USA), Kansas, Minnesota, Ohio, Südkarolina und Texas. Diese Art weist eine Vielzahl von Lebensräumen auf und hält sich je nach Verbreitungsgebiet an Apfelbäumen, zwischen Zitrusfrüchten, in Olivenhainen, zwischen Sträuchern wie zum Beispiel Rhus ovata, an Kiefern wie zum Beispiel Pinus sabiniana und an mehreren Arten von Eichen (Quercus) sowie unter oder über Maulbeerbäumen (Morus), Bergahorn (Acer pseudoplatanus) und an Erlen (Alnus) auf. Bevorzugt werden von der Spinne Sandböden. <3>

Ernährung

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Zum Nahrungsspektrum der Spinne zählen unter anderem Zweiflügler (Diptera) wie Schwebfliegen (Syrphidae), Fliegen (Muscidae), Zuckmücken (Chironomidae), Tanzfliegen (Empididae), Schmetterlinge (Lepidoptera) wie zum Beispiel Wickler (Tortricidae). Gelegentlich werden auch Grillen (Gryllidae) sowie Langfühlerschrecken (Ensifera) und Kurzfühlerschrecken (Caelifera) erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt es still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle in Bäumen, in die es seine 30 Eier legt (Juni und Juli) und sie darin bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben. Die Spiderlinge ernähren sich dann hauptsächlich von Mücken (Nematocera).

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Thiodina puerpera - Männchen
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Thiodina puerpera - Männchen

Update 13. Juli 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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