Thomsongazelle

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Thomsongazelle
Persische Kropfgazelle
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Persische Kropfgazelle

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Gazellenartige (Antilopinae)
Gattung: Gazellen (Gazella)
Art: Thomsongazelle
Wissenschaftlicher Name
Gazella thomsonii
Günther, 1884

IUCN-Status
Near Threatened (NT)

Die Thomsongazelle (Gazella thomsonii) zählt innerhalb der Familie der Hornträger (Bovidae) zur Gattung der Gazellen (Gazella).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Thomsongazelle erreicht eine Körperlänge von 90 bis 115 Zentimeter, eine Schulterhöhe von 65 Zentimeter, eine Schwanzlänge von 15 bis 20 Zentimeter sowie ein Gewicht von 15 bis 30 Kilogramm. Männchen werden etwas größer als Weibchen. Der Körperbau ist als ausgesprochen schlank anzusehen. Das Fell ist meist hellbraun bis ocker gefärbt und ermöglicht den Tieren in ihrem natürlichen Lebensraum eine sehr gute Tarnung. Die Bauchseite ist deutlich heller, fast weißlich gefärbt. Der Schwanz ist schwarz. Charakteristisch ist der schwarze Streifen an der Seitenlinie, der die Färbung des bräunlichen Fells des Oberkörpers und die weißliche Färbung der Bauchseite optisch voneinander trennt. Zudem weist ihr Nasenrücken eine schwärzliche Markierung auf. Die Beine sind lang und schlank. Der Körperbau und die langen Beine befähigt sie auf der Flucht zu Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h. Dieses Tempo erreicht allerdings ihr Hauptfeind, der Gepard, spielend. Im Unterschied zum Gepard kann die Thomsongazelle dieses hohe Tempo über bis zu vier Minuten durchhalten, der Gepard nur 30 Sekunden. Beide Geschlechter tragen Hörner. Die Hörner der Männchen sind in etwa 30 Zentimeter lang und sind leicht s-förmig. Die Hörner der Weibchen sind deutlich kürzer und eher gerade ausgebildet.

Thomsongazellen leben in sozialen Herden von einigen hundert Tieren. Auf den großen Wanderungen kann es zu Zusammenschlüssen von einigen Tausend Tieren kommen. Thomsongazellen sind ausgesprochen territorial und verteidigen ihr Revier gegenüber Artgenossen vehement. Die Reviere werden mit Urin und Kot markiert. Des weiteren haben die Männchen seitlich am Kopf eine Drüse. Dieses dort abgesonderte Sekret dient ebenfalls der Reviermarkierung. Zu den natürlichen Hauptfeinden gehören neben dem Geparden auch Löwen und Leoparden. Auch der Mensch macht Jagd auf diese grazielen Tiere. Bei der einheimischen Bevölkerung wird ihr Fleisch und die Haut geschätzt. In der Roten Liste des IUCN wird die Art als nur wenig gefährdet geführt.

Unterarten

Verbreitung

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Die Thomsongazelle ist in Südost- und Ostafrika. Sie sind insbesondere in den Grassteppen von Tansania, Kennia, Äthiopien und im südlichen Sudan verbreitet. Bei der im südlichen Sudan verbreiteten Population handelt es sich um die Unterart der Mongalla-Gazelle (Gazella thomsonii albonotata). Sie leben in schwach bewaldeten Gegenden oder in reinen Grassteppen.

Nahrung

Thomsongazellen ernähren sich fast ausschließlich von Gräsern. Während der Regenzeit unternehmen sie Wanderungen von mehreren hundert Kilometern, um die Grasgründe mit dem frischen Gras zu erreichen. Gelegentlich fressen sie auch junge Triebe und Blätter. Auf Nahrungssuche gehen sie nur am Tage.

Fortpflanzung

Die Weibchen der Thomsongazelle erreichen die Geschlechtsreife mit bereits neun Monaten. Männchen brauchen deutlich länger und kommen meist aufgrund der notwendigen Stärke bei den Rivalenkämpfen erst mit drei bis vier Jahren zu ihrer ersten Paarung. Während der Paarungszeit kommt es unter den Männchen zu heftigen Gefechten, die mit den Hörnern ausgetragen werden und nicht selten blutig enden. Die Geburt der Kälber erstreckt sich über die Regenzeit. Nach einer Tragezeit von 160 bis 180 Tagen bringt das Weibchen an einer geschützten Stelle ein Jungtier zur Welt. Es weist ein Geburtsgewicht von zwei bis drei Kilogramm auf. Es ist deutlich dunkler als adulte Gazellen gefärbt. Die ersten zwei Wochen bleibt das Jungtier im hohen Gras verborgen, da sie nicht kräftig genug sind, der Herde zu folgen. Die Mutter kommt mehrmals am Tag zum Kalb um es zu saugen. Später, wenn das Kalb stark genug ist, führt die Mutter ihr Junges an die Gruppe heran. In Freiheit erreicht die Thomsongazelle ein Alter von rund neun Jahren, in Gefangenschaft können sie auch 15 Jahre alt werden.

Anhang

Literatur und Quellen

  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999

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