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02.12.06


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Hunde- und Katzenpelz aus China

Mehr tot als lebendig - tagelang bekommen die Hunde weder Futter noch Wasser.
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Mehr tot als lebendig - tagelang bekommen die Hunde weder Futter noch Wasser.

Die chinesische Regierung hat ihr Vorhaben aufgegeben, es Jägern zu gestatten, Lizenzen für das Töten von Wildtieren, darunter auch gefärdete Arten, zu kaufen - allerdings erst nach dem Aufschrei in der Öffentlichkeit. Appellieren Sie bitte an die Regierung, dem Massenabschlachten von Hunden Einhalt zu gebieten.

Chinas lange Geschichte des Tiermissbrauchs steht wieder einmal im Rampenlicht, denn ein Bezirk in China massakriert wahllos jeden Hund, der ihnen unter die Augen kommt - mehr als 50.000. Einige davon direkt im Angesicht ihrer Menschenfamilie. Viele Hunde sterben einen langsamen, qualvollen Tod in diesen Massenabschlachtungen. Lebende Schafe und Hühner werden an Tiger in Zoos verfüttert, Tiere bei lebendigem Leibe gehäutet - auch Hunde und Katzen. Diese und andere Gräueltaten passieren, weil es in China keinerlei Tierschutzgesetz gibt.

Zehntausende Hunde werden totgeknüppelt, vergiftet und per Stromschlag getötet

Nachdem im südwestlichen China, im Bezirk Mouding, Ende Juli 2006 Tollwut ausgebrochen war, haben die Behörden die Tötung von mehr als 50.000 Hunden angeordnet, einschließlich der 4.000 Vierbeiner, die gegen Tollwut geimpft waren. Beamte knüppelten die Hunde direkt auf der Straße und vor den Augen ihrer Halter zu Tode. Tiere, die nicht gnadenlos totgeschlagen wurden, starben gleichermaßen gewalttätige, qualvolle Tode durch Vergiften oder Stromschlag.

Hunde auf dem Tiermarkt: Eingezwängt in engen Käfigen und bewegungsunfähig.
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Hunde auf dem Tiermarkt: Eingezwängt in engen Käfigen und bewegungsunfähig.

Chinas schockierender Hunde- und Katzenfellhandel

Chinesische Behörden zahlen Bürgern ein Kopfgeld von umgerechnet 60 Cent für jeden Hund, den sie töten. Überrascht, dass diese Nation ein Kopfgeld auf des Menschen besten Freund aussetzt? Wohl kaum. Hunde und Katzen werden in China ihres Pelzes wegen getötet.
Ein Albtraum? Wenn Sie Pelz kaufen, tragen Sie womöglich den Pelz der Spezies, mit der Sie ihr Zuhause teilen. Chinesischer Pelz wird häufig vorsätzlich falsch als Pelz einer anderen Tierart etikettiert, und er macht mehr als die Hälfte aus von den Pelzen, die an Kleidung verarbeitet und in die USA zum Verkauf importiert werden. Dies bedeutet im Klartext, dass Sie, wenn Sie Pelz tragen, nie genau wissen, in wessen Haut Sie stecken.

China: Der weltgrößte Lederexporteur im Jahr 2004

Mit der weltgrößten Population an Schafen, Lämmern, Ziegen und Zicklein umfasst Chinas enorme Rolle im globalen Häutehandel auch seine Position als der weltweit produktivste Exporteur der Häute dieser Tiere sowie der von Kühen. Im Jahre 2004 machte chinesisches Leder mehr als ein Drittel alles exportierten Leders weltweit aus. Andere Häute stammen von bekannteren Gesichtern. Hunderttausende Hunde- und Katzenhäute werden Jahr für Jahr in Europa gehandelt; man schätzt, dass alljährlich zwei Millionen Hunde und Katzen in China getötet werden, um dieser Nachfrage zu entsprechen.
In Europa wird Katzenfell häufig als maopee, Bergkatze, goyangi oder genotte vermarktet. Hundefell etikettiert man als asiatischer Wolf, asiatischer Waschbär, Dogue de Chine oder Loup d'Asie.
Viele der Millionen Tiere werden bei lebendigem Leibe gehäutet. Der Kauf von Leder unterstützt direkt Intensivtierhaltung und Schlachthöfe, denn Tierhäute sind wirtschaftlich das wichtigste Nebenprodukt der Fleischindustrie. Jedes Mal, wenn Sie ein Paar Schuhe aus Leder kaufen, verurteilen Sie damit ein Tier zu lebenslangem Leiden. Mode sollte Spaß machen und nicht tödlich sein!



Sie können helfen!

Anerkannte und für förderungswürdig erachtete Tierschutzvereine und Verbände werden eine Petition einreichen, die bewirken soll, dass Tierprodukte, die aus Asien kommen, genau gekennzeichnet und markiert werden, sodass der Konsument erkennt, um welches Tier es sich bei der Verarbeitung handelte - damit jeder selbst entscheiden kann, ob er ein Schäferhundfell tragen will oder nicht.

Sie sehen also, Ihre Stimme zählt!

Gerne können Sie sich auch mit dem chinesischen Botschafter direkt in Verbindung setzen. Lassen Sie ihn wissen, dass Sie und Ihre Familie kein gutes Bild von China haben, solange es nicht Tierschutzgesetze schafft und in die Praxis umsetzt:

Seine Exzellenz Ma Canrong
Botschafter der Volksrepublik China
Botschaft der Volksrepublik China
Märkisches Ufer 54
10179 Berlin
Tel: 030/27588 0
Fax: 030/27588 221
eMail: chinesischebotschaft@debitel.net
Homepage: http://www.china-botschaft.de



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Hallo Doc, wenn ich hier diese Artikel lese und die Bilder sehe, dann bin ich fix und fertig mit meinen Nerven. Ich verstehe diese Menschen nicht, die ohne Gefühl und Verstand so handeln können. Das schlimme ist nur, dass man ohnmächtig zusehen muss, wie sie den Tieren ohne Respekt und ohne Gewissen solch ein Leid zufügen.--Petra 18:55, 2. Dez 2006 (CET)
Dann schicke auch Du der Botschaft eine eMail, in der Hoffnung, damit etwas zu bewirken. So habe ich es auch getan. Ob es was bringt, steht auf einem anderen Blatt, aber man kann es ja wenigstens versuchen. Vielen Dank für Deine Meinung, Doc Taxon Discussion @ 18:50, 3. Dez 2006 (CET)
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