Tierpark Chemnitz

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Informationen
Vollständiger Name: Tierpark Chemnitz
Gründung: 1964
Besonderheiten: Wandel vom Heimtattiergarten zum Thementierpark zur Arche für vom aussterben bedrohter Tierarten.
Stadt: Chemnitz
Höhenlage: 320 Meter über NN.
Fläche: 10,1 Hektar
Eröffnung: 1. Juni 1964
Tierbestand: ca. 1700 Tiere in 160 Arten
Anschrift: Tierpark Chemnitz

Nevoigtstraße 18
09117 Chemnitz

Wildgatter Oberrabenstein
Thomas-Müntzer-Höhe
09117 Chemnitz

Telefon: 0371/85 00 28

Wildgatter: 0371/85 07 08

Fax: 0371/8 57 76 93
E-Mail-Adresse: mailto:tierpark@stadt-chemnitz.de
Website: Tierpark Chemnitz

Der Tierpark Chemnitz liegt am Rand von Chemnitz in Siegmar und Reichenbrand, direkt in der Nähe liegt Rabenstein. Das Tierparkgelände ist besonders gut strukturiert, zeichnet sich durch unterschiedliche Höhen aus ebenso wie Tiefen und verfügt über einen sehr alten und gesunden Eichen- und Buchenbestand. Im Tierpark Chemnitz gibt es einen Bauernhof, ein Streichelgehege und einen Kinderspielplatz. In Rabenstein befindet sich das Wildgatter. Früher war das Wildgatter eine eigenständige Einrichtung, heute gehört es zum Tierpark Chemnitz. Der Tierpark Chemnitz ist gut über die A72 erreichbar oder auch auf direktem Weg aus der Stadtmitte von Chemnitz. Die Ausschilderung zum Tierpark ist sehr gut. Der Tierpark Chemnitz wurde in seiner Entstehung in Privatinitiative gegründet, in den 60er Jahren zum Tierpark Pelzmühle überführt und hatte den Schwerpunkt vor allen Dingen in der Haltung, Pflege und Zucht von Tieren, welche im früheren Gebiet der UdSSR vorkamen. Mit der Wende veränderte sich das gesamte Betätigungs- und Aufgabenfeld und der Tierbestand wurde artenreicher und vielfältiger. Hunde dürfen nicht mit in den Tierpark genommen werden.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Erste Anläufe zum Tierpark bis hin zur Eröffnung

Am 26. August 1903 wurde auf Anregung Arthur Peters und Bruno Schmidt unter der Leitung des Ortsvorstandes Louis Wilsdorf der "Verein zur Errichtung eines zoologischen Gartens in der Pelzmühle" gegründet. Zur damaligen Zeit haben im Vorfeld 23, nicht näher benannte, einflussreiche Herren aus Chemnitz und Umgebung als potentielle Mitglieder in eine Liste eintragen lassen. Diese Herren waren für die Gründungsversammlung geladen, elf von ihnen dieser auch beiwohnten. Im Vorfeld dazu gab es bereits mehrere Unstimmigkeiten, was zur Folge hatte, dass die Mitglieder mindestens vier Jahre Mitgliedsbeiträge entrichten, jedoch keinerlei persönliche Haftung übernehmen wollten. Daran scheiterte letztendlich die Vereinsgründung. Weitere schriftliche Aufzeichnungen oder Aktennotizen sind nicht existent.

Unritz, floss einst durch die Urwaldsiedlung heute durch den Tierpark Chemnitz.
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Unritz, floss einst durch die Urwaldsiedlung heute durch den Tierpark Chemnitz.
Das Umfeld rund um das Gelände Pelzmühle trug zumeist einen mehr oder weniger gastronomischen Charakter und erlebte in seiner Geschichte etliche Höhen und Tiefen. Den letzten Besitzern der Pelzmühle, das Ehepaar Karl und Anna Peter, drohte die Zwangsenteignung und man zwang sie zum Verkauf der Pelzmühle. 1961 gaben sie dem Druck nach und verließen die Pelzmühle. Die Planungen des Heimattiergartens lief bereits im Vorfeld und nahm seit 1959 deutlich an Intensität zu. Die Gaststätte Pelzmühle wurde verstaatlicht, mehr recht als schlecht saniert und bereits einen Monat vor der Eröffnung des Heimattiergartens am 1. Mai 1964 wiedereröffnet.

Zum Beginn des 20. Jahrhunderts errichtete ein geschäftstüchtiger Gastwirt an der Blankenauer Straße ein kleineres Tiergehege. Warum sich diese Anlage nicht sehr lange hielt, ist geschichtlich nicht überliefert. Zwischen 1924 bis 1930 gab es einen weiteren Anlauf für die Zurschaustellung exotischer Tiere. Unter der Bezeichnung "Filiale des Leipziger Zoos in Chemnitz" infolge später geführt unter "Zoologischer Garten Chemnitz" wurden während der Sommermonate zwischen Hauptbahnhof und Theaterstraße verschiedene Tiere des Zoologischen Garten Leipzig als Leihgabe gezeigt. Darunter befanden sich Giraffen, Antilopen, Seelöwen, ein Schimpanse, Bären, Orang-Utans, eine Elefantenkuh mit Jungtier, Strauße, ein Nashorn und wechselnd andere Exoten. Während der Kriegsjahre gab es an der Gaststätte Pelzmühle einen sogenannten Affenpavillon. In diesem errichteten Pavillon lebte eine Rhesusaffenfamilie.

Zwischen dem Zeitpunkt der geplanten Gründung des "Verein zur Errichtung eines zoologischen Gartens in der Pelzmühle" 1903 und der Eröffnung des Heimattiergartens 1964 gab es bereits nochmals in der Nähe des Chemnitzer Hauptbahnhofes einen Zoo. Die Bezeichnung Zoo war zur damaligen Zeit gebräuchlich und sollte damit die Zurschaustellung exotischer Tiere Verwendung findet. Da in Chemnitz kein Zoo vorhanden war, den Einwohnern die finanziellen Mittel fehlten, um in die Zoologischen Gärten nach Leipzig oder Dresden zu reisen, wurden in einer kleinen und für die damalige Zeit beeindruckende Schau Elefanten, Seelöwen, Strauße und andere Exoten gezeigt. Diese kleine Einrichtung erfreute sich bei den Chemnitzern sehr großer Beliebtheit und wurde von verschiedenen Gastronomen und Honoratioren von Chemnitz betrieben. Während des Weltkrieges konnte die Anlage nicht mehr unterhalten werden und verschwand. Bereits 1908 hat der Besitzer des Gasthauses Scheibe im Chemnitzer Stadtteil Furth einen Tierpark eingerichtet. Dieser kleine Zoo war ein sehr beliebtes Ausflugsziel der Chemnitzer Werktätigen. Durch die Windhose im Mai 1916 und den Futtermangel wurde der Tierbestand im ersten Weltkrieg stark dezimiert. Bis zum zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb gänzlich eingegstellt.

Zur Eröffnung des Heimattierparks Chemnitz betrug die Größe ca. 3 ha.

Splitterung

Ein relativ kleines Wirtschaftswunder verspürten auch die Bewohner im Ostteil von Deutschland gegen Ende der 50er Jahre. Chemnitz wurde nach Karl-Marx-Stadt umbenannt und die Wünsche für einen Zoo waren nicht mehr wegzudenken. Das Pelzmühlengelände war bereits zur damaligen Zeit eher ungeeignet und sehr in der Ausdehnung begrenzt. Dazu war es noch zum Großteil Wald und relativ feucht. Ringsherum waren viele Industriebetriebe zu finden. Eine Erweiterung schien unmöglich. Bedingt durch die großen Zerstörungen im innerstädtischen Bereich, hätte die Möglichkeit zur Schaffung eines Stadtzoos durchaus bestanden. Das im ehemaligen Pelzmühlenbereich, dem sogenannten „Peterschen Vergnügungspark“, ein Affenpavillon bereits vorhanden war, wird kaum der Grund zur Entscheidung gewesen sein, den Heimattiergarten dort anzusiedeln. Aus geschichtlicher Sicht lässt es sich nur noch damit erklären, dass sich in unmittelbarer Nähe der Kulturpark und der Kulturpalast befanden. Die Wismut sanierte, renaturierte und baute das gesamte Gelände aus und bot mit der Schaffung und Einrichtung des Heimattierparks ein komplettes Ensemble für das geschaffene Erholungsgebiet. Die Erweiterung war so komplett und dennoch sehr gut gelungen. Der Nachteil bei der Schaffung des Heimattierparks war die Splitterung der Tierhaltung in Chemnitz. Die persönliche Profilierungssucht einiger Funktionäre hatte damals zur Folge, dass neben dem heutigen Tierpark noch ein Wildgatter und das Schulbiologiezentrum (damals Station Junger Naturforscher) geschaffen wurde. Die Stadt Chemnitz betrieb somit drei tiergärtnerische Einrichtungen in unterschiedlichen Ausrichtungen. Diese Splitterung gereichte weder dem Tierpark noch den anderen Einrichtungen zum Vorteil. Das ist bis heute so.

Vom Heimattiergarten zur Arche

Mit der Gründung und Eröffnung des Heimattiergartens Chemnitz waren die Finanzierung des Heimattiergartens Chemnitz und dessen Tierbestand in der Beschaffung und dem Angebot für Chemnitzer und seine Besucher, ein Erholungsgebiet zu schaffen, zeitgleiche Probleme. Waren in den vorherigen Zooversuchen fast ausschließlich Exoten zu sehen, so konnten in den ersten Jahren des Bestehens des Heimattiergarten Chemnitz nur Haustiere und einheimische Tiere gezeigt werden. Die vorhandene Affengruppe wurde in den Bestand mit übernommen und ebenfalls gezeigt. In den folgenden Jahren wurden die Bestände langsam erweitert und es wurden auch Exoten angeschafft. Die Unterbringung der Tiere erfolgte zu der damaligen Zeit und aus zoogärtnerischen Sicht möglichen Weise.

1969 wurde die Station für Reittouristik eröffnet. Wegen des mangelnden Angebotes für Reitsport in Chemnitz und Umgebung, erfreute sich diese Einrichtung sehr großer Beliebtheit. Es waren durchschnittlich 8 Reitpferde für die Mitglieder verfügbar und zusätzlich zwei Warmblutpferde. Die Warmblutpferde wurden für Arbeiten im Heimattierpark eingesetzt. Nach der sogenannten Wende wurde der Reitbetrieb aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt. Aus dem Pferdestall wurde das Vivarium Chemnitz.

Nachdem es einige mehr oder weniger rasche Wechsel in der Führung des Heimattiergartens Chemnitz gab, übernahm 1971 George Schäfer den Tierpark als Leiter. In der stetigen Weiterentwicklung des Heimattierparks und vor allen Dingen auch unter dem Aspekt des Beliebtheitsgrades der Einrichtung, wurde der Heimattierpark Chemnitz konzeptionell verändert. Der wesentliche Einschnitt der Veränderungen betraf in der Konzeption, den Tierbestand des Artenspektrums aus der Tierwelt der damaligen Sowjetunion (UdSSR) auszurichten. Die Spezialisierung auf die vorwiegende Ausstellung der Tiere aus der damaligen Sowjetunion war zum einen sehr interessant und zum anderen auch sehr kostengünstig. Die Tiere mussten nicht für Devisen beschafft, sondern konnten getauscht werden oder verblieben als Dauerleihgabe in Chemnitz. Auf Grund der neuen Konzeption, dem Anwachsen des Tierbestandes, wurde aus dem Heimattierpark Chemnitz der Tierpark Chemnitz. Der größte Vorteil war die Erweiterung des Tierbestandes, die Vergrößerung des Tierparkgeländes und die weitere Schaffung von Gehegen. Der Tierbestand war einzigartig und einzigartig in seiner Gesamtkonzeption.

Die Konzeption für einen Zoo hingegen scheiterte zumeist an mangelndem Platzangebot für die Ausbreitung des Tierpark Chemnitz, an der Vielfältigkeit und Forschungsarbeit sowie an den finanziellen Möglichkeiten. Das ehemalige Territorium der DDR konnte mindestens 10 Zoologische Gärten betreiben. Chemnitz war mehrmals dafür angedacht als Zoo eingestuft zu werden. So kämpfte in den 70er Jahren auch Prof. Dr. Dr. Heinrich Dathe für die Einstufung zum Zoo. Anlässlich einer Zoodirektoren-Tagung, welche in Chemnitz ausgerichtet worden ist, stellte er seine Pläne wagemutig vor. Diese, wie auch andere Versuche, scheiterten jedoch immer. In den letzten Jahren gibt es immer wieder erneute Versuche den Tierpark Chemnitz zum Zoo zu erklären oder wenigstens versuchen, die Bezeichnung einzuführen.

Nach der sogenannten Wende brachen die Kontakte nach Osteuropa ab, die Sowjetunion war zerfallen und es gab kein besonderes Interesse mehr die Tierwelt aus dem ehemaligen Gebiet der UdSSR in einem Tierpark oder Zoo ausschließlich oder fast ausschließlich zu zeigen. Die Spezialisierung wurde aufgegeben und die Konzeption des Tierpark Chemnitz wurde auf Arten unterschiedlicher Kontinente ausgerichtet, welche vom Aussterben bedroht sind.

Wendezeit

Zur sogenannten Wiedervereinigung wurde es auch beim Tierparkbetrieb recht turbulent. Georg Schäfer, bis dahin Tierparkleiter, wurde aus seinem Amt entlassen. Der Tierpark Chemnitz wurde unüberlegter Weise dem Fremdenverkehrs- und Werbeamt unterstellt. Dieses Amt verfügte weder über die notwendige Sachkunde, Qualifizierung, Finanzen, Sachverstand, Erfahrung noch über eine andere Fähigkeit dem Tierpark Chemnitz behördlich vorzustehen. Am fatalsten war die fehlende finanzielle Basis, um den Tierpark Chemnitz entsprechend zu unterhalten. Das führte in Folge dazu, dass Tiere nicht mehr sachkundig versorgt werden konnten, die Betreuung des Tierbestandes zum Teil mit ungelernten Aushilfskräften nicht mehr gewährleistet war und es zu völlig unverantwortlichen Kreuzungszuchten und Mängel im Gesundheits- und Ernährungszustand der Tiere kam. Eine dringende Ausschreibung für die Neubesetzung der Leitung des Tierparks Chemnitz war unabdingbar.

Dr. Claus Müller (* 28.10.1934, † 13.08.2009), seines Zeichens Zoologe und Tierarzt, übernahm am 1. Juni 1992 als Leiter des Tierpark Chemnitz die Einrichtung. Für den Tierpark war es ein mehr als glücklicher Umstand. Dr. Müller, ein gebürtiger Rabensteiner, verfügte über sehr viele und weitreichende Erfahrungen und Kenntnisse bei der Wildtierhaltung, der Führung und dem Aufbau zoologischer Gärten und Parks. Dr. Müller arbeitete insgesamt auf fünf Kontinenten sehr erfolgreich und konnte sein gesamtes Wissen in Chemnitz gebündelt einbringen. Das Zwischenmenschliche missachtend baute Dr. Müller den Tierpark Chemnitz wieder auf und erweiterte ihn zielstrebig. Alle Mängel wurden in relativ kurzer Zeit beseitigt und der Ausbau mit dem Schwerpunkt zur Arche, der Haltung, Pflege und Zucht vom Aussterben bedrohter Tierarten wurde von ihm geradlinig und unerbittlich verfolgt. Die Ausstellung von Haustieren und anderen Arten, welche nicht mehr in das vorgesehene Konzept passten, wurden nach und nach an andere Einrichtungen abgegeben. An ihren Stellen traten attraktivere Tierarten, welche sich als zusätzliche Besuchermagneten herauskristallisieren sollten. Größtes Anliegen von Dr. Müller war die artgerechte Tierhaltung für so viele wie mögliche Tierarten umzusetzen. Besonders bei den Neuanschaffungen ging Dr. Müller fast keine Kompromisse mehr in der Unterbringung ein und schöpfte unerbittlich jeden ihm geeigneten Fördertopf großzügig aus. Die Umstellung zur artgerechten Haltung von Zootieren erfolgte gemäß den Vorgaben der Europäischen Vereinigung der Zoologischen Gärten und Aquarien (EAZA). Damit erfuhr der Tierpark Chemnitz eine besondere Aufwertung und wurde in die Europäische Vereinigung der Zoologischen Gärten und Aquarien aufgenommen. Dr. C. Müller wurde Mitglied des Verbandes deutscher Zoodirektoren (VdZ). Seine Nachfolge trat Dr. Hermann Will an. Herrmann Will teilte dankenswerter Weise am 24.Juni 2010 bei einem "Abschiedsumtrunk" mit, daß er sein Arbeitsverhältnis mit der Stadt Chemnitz zum 30. Juni 2010 als beendet betrachtet. Ab 1. Juli 2010 wurde die 'heimische' Biologin Anja Dube zur amtierenden Tierparkleiterin durch die Stadtverwaltung Chemnitz ernannt. Ein endgültige Beschlußfassung gilt als sicher. Am 4. Mai 2011 wurde Anja Dube vom Stadtrat der Stadt Chemnitz in das Amt der Leiterin des Tierparkes Chemnitz gewählt.

Der Tierpark Chemnitz heute

Die neue und mit der Wende ermöglichte Konzeption des Tierparks Chemnitz vom einstigen Heimattiergarten zur "Arche Noah" wird unaufhörlich fortgesetzt. Der Tierbestand erweitert sich ständig und es wird bei der Schau der einzelnen Tierarten auf eine kontinuierliche Nachzucht Wert gelegt. Dabei koordiniert der Tierpark Chemnitz u. a. das Internationale Zuchtbuch für den Mesopotamischen Damhirsch mit. Darüber hinaus beteiligt sich der Tierpark Chemnitz ebenfalls an den Zuchten des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) mit den Arten Somali-Wildesel, Halbesel und Urwildpferd, dem sogenannten Przewalski-Pferd. Im weiteren Ausbau des Tierpark Chemnitz konnten verschiedene Flächen durch Kauf erworben werden. So konnte ein Kindergarten mit Freigelände und der alte Kultur- und Speisesaal der ehemaligen Elite Diamantwerke erworben werden. Im alten Kindergartengebäude konnte die Verwaltung einziehen und anfänglich die Arche Noah, Förderverein des Tierpark Chemnitz und später dann der Verein Tierparkfreunde Chemnitz e.V. Im ehemaligen Kultur- und Speisesaal des Elite Diamantwerkes wurde das Tropenhaus errichtet.

Seit 1995 wurde das Wildgatter in Oberrabenstein als eigenständige Einrichtung aufgelöst und dem Tierpark Chemnitz angeschlossen und wird gemeinschaftlich verwaltet und geführt. Der Tierpark Chemnitz und das Wildgatter Oberrabenstein sind die am meist besuchten Einrichtungen in Chemnitz.

Vivarium

Für die im Tierpark Chemnitz anhängige Reittouristik gab es keine weitere Verwendung und das Interesse ging in der Anlage soweit zurück das sich der Tierpark Chemnitz entschloss die Reittouristik aufzugeben. Die Pferde wurden noch eine Weile in den Stallungen und auf den angrenzenden Koppeln untergestellt, nach und nach jedoch verkauft. Die gesamte Stallung stand leer. Eine erneute Verwendung der Stallung war nicht vorgesehen.

Das Landratsamt Suhl wandte sich 1993 mit einem Hilferuf an alle zoologischen Einrichtung Deutschlands mit der Bitte die Sammlung lebender Amphibien des Naturhistorischen Museums Schloß Bertholdsburg, Schleusingen, zu retten. Der damalige Direktor der Sammlung verließ die Einrichtung ohne die Weiterführung zu veranlassen. Der Tierbestand reduzierte sich von einigen hundert Tieren auf 259. Dr. C. Müller folgte dem Hilferuf, konzipierte in seinen Gedanken den leer stehenden Pferdestall um, fuhr nach Schleusingen und entschloss sich in einer außergewöhnlichen Blitzaktion die restliche aber bedeutungsvolle Sammlung zu retten. Alle vorhandenen Amphibien wurden mit ihren Aquarien und Terrarien nach Chemnitz geholt und hinter den Kulissen gepflegt. Mit der Übernahme des Amphibienbestandes wurde zeitgleich die Projektierung des alten Pferdestalles zum Vivarium vorgenommen. Es entstand eine einmalige Einrichtung für die Präsentation von lebenden Amphibien weltweit. Aus dem alten Reitstall wurde für Euro 320,000.00 das Vivarium im Tierpark Chemnitz geschaffen. Die Eröffnung des Vivarium im Tierpark Chemnitz war im Juni 1996. Durch Tausch, Schenkungen, Leihgaben und Zukäufe konnten ca. 1600 verschiedene Amphibien zur Eröffnung gezeigt werden. Das kleinste zu sehende Amphib ist das Goldfröschchen und das am größten werdende Amphib ist der Chinesische Riesensalamander. Der Größenunterschied zwischen beiden Amphibienarten beträgt im ausgewachsenen Zustand ca. 1,5 Meter.

Amphibien benötigen recht unterschiedliche Ansprüche bei der Haltung und Pflege. Vor allen Dingen müssen die Temperaturbereiche den jeweiligen Bedürfnissen der Arten angepasst werden. Es wurden drei verschiedene Ausstellungsräume mit unterschiedlichen Temperaturbereichen geschaffen: Kaltraum 1: 14,2 m², Kaltraum 2: 14,8 m², Warmraum: 111,9 m² und Pflegerraum/Zuchtraum: 14,6 m². Die einzelnen Ausstellungsräume sind durch automatisch schließende Schiebetüren getrennt. Nebenräume variabel. Anfänglich wurde in einer angeschlossenen Baracke die weitere Zucht und Aufzucht sowie Futtertierzuchten betrieben. Diese Baracke war ungeeignet und aufgegeben. Es wurden in Folge die Räume der ehemaligen Tierparkleitung für die Zwecke aufgewertet und sind seither in Nutzung. Verschiedene Urodelenarten werden bei fast gleichmäßig und kühleren Temperaturen ständig im Kellergeschoss gepflegt.

Im Vivarium des Tierparks Chemnitz werden über 70 Arten Schwanzlurche (Caudata), Schleichenlurche (Gymnophiona) und Froschlurche (Anura) in 57 Aquarien und Terrarien gepflegt.

Bedingt durch den massiven Befall des Bestandes mit dem Chytridpilz (Chytridiomykose als diagnostizierbare Erkrankung.) kam es zu erheblichen Ausfällen im Tierbestand. Durch den Chytridpilz sind die gesamten Amphibienarten weltweit betroffen. Es ist uninteressant ob es Tiere in Gefangenschaft oder freier Populationen sind. Die Pilze setzen sich auf der Haut der Amphibien, vornehmlich der Frösche fest, verstopfen die Poren und verhindern somit die Hautatmung. Es droht der Erstickungstod. Mutmaßungen gehen davon aus das die Pilze bereits in den 30er Jahren mit Krallenfröschen aus Afrika in die Laboratorien der Forschungseinrichtungen eingeschleppt worden sind. Krallenfrösche haben eine Resistenz gegen die Pilze entwickelt. Anderen Anurenarten fehlen diese Abwehrmechanismen. 2008 wurde die Vermutung aufgeworfen das der Pilz in den USA an einer Landschildkröte nachgewiesen wurde. Abschließende Untersuchungen stehen noch aus. Dem Krallenfrosch konnte der Pilz nichts anhaben - der hat eine Resistenz gegen den Schädling entwickelt. Dieser Abwehrmechanismus fehlt den Arten anderer Kontinente, und so wurde der Export aus den Herkunftsländern in fremde Ökosysteme für die hier heimischen Frösche zu einem schwerwiegenden Problem. Bei ihnen löst der Pilz die Pilzerkrankung Chytridiomykose aus.

Tropenhaus

Bambusbrücke durch den Dschungel des Tropenhauses
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Bambusbrücke durch den Dschungel des Tropenhauses

Der alte Kultur- und Speisesaal der ehemaligen Elite Diamantwerke verlor nach der Wende seine Bedeutung und Funktion. Da er nicht mehr genutzt und unterhalten werden konnte, leer stand und dem Zerfall preisgegeben war, bemühte sich Dr. C. Müller um das Gebäude. Durch die direkte Angrenzung an das Tierparkgelände erschien es gerade zu ideal in der Verwendung und Einbindung zum Tierpark Chemnitz. In der kurzen Anfangsdiskussion waren unterschiedliche Nutzungsvorstellungen in der Diskussion. Schnell einigte man sich aber auf die Schaffung eines Tropenhauses. In reichlich zwei Jahren wurde eine Grundfläche von 1300 qm mit einer Fläche des umbauten Raum von 101800 qm entkernt und saniert. Der wichtigste Bestandteil sollte die 8 Meter hohe Freiflughalle mit 800 qm werden. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf DM 7,3 Mio. DM 5,3 Mio. waren Fördermittel. Die restliche Summe wurde aus Spendengelder und vom Förderverein "Arche Noah" aufgebracht.

Das Tropenhaus im Tierpark Chemnitz wurde am 7. Juni 2002 mit einer Pressekonferenz feierlich eröffnet. Anlässlich der Eröffnung trafen zwei kleine Krokodile ein. In der Tropenhalle wurden über 1000 Pflanzen ausgebracht. Innerhalb der Rundgänge wurden Terrarien und Aquarien eingearbeitet. In diesen Behältern werden Boas, Piranhas, Warane und andere Arten ausgestellt. In der Freiflughalle haben einige Vogelarten Freiflug und ein Faultier fühlt sich wohl. Eine öffentliche Schaufütterung wird regelmäßig durchgeführt. Besondere Attraktion sind die Zwergflusspferde und Geoffroy-Klammeraffen. Bei geeigneten Temperaturen können die Zwergflusspferde und Geoffroy-Klammeraffen in eine große Außenanlage gehen. Die Gehege sind durch Glasscheiben, Wasser oder Brücken getrennt. Die große Freiflughalle ist ohne Einschränkung begehbar.

Zwergflußpferd auf der Freianlage am Tropenhaus.
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Zwergflußpferd auf der Freianlage am Tropenhaus.

Im großzügig angelegten Eingangsbereich des Tropenhauses findet der Besucher eine vorgelagerte Informationsausstellung zum Thema Regenwald. In dieser Ausstellung wird der Tropenwald, seine Bewohner aber auch die sinnvolle Nutzung dokumentiert. Die Ausstellung wird ständig verändert.

Umbaufläche

Beim Ausbau des Tropenhauses wurde die 101.800 qm umbaute Fläche aufgeforstet und in die bestehende Konzeption des Tierparks Chemnitz mit einbezogen. So konnte auf dieser Fläche eine völlig neue Bärenanlage errichtet werden, eine Papageivoliere, Fasanerie und Stachelschweinanlage. Damit schließt sich das Gelände und bildet einen sehr interessanten und angenehmen Rundgang für die Besucher. Die Kosten für diesen Umbau betrugen ca. DM 1,8 Mio.

Nashörner, ein geplantes Projekt.
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Nashörner, ein geplantes Projekt.

Afrikaanlage

Die Freianlage der Grantzebras und den extrem vom Aussterben bedrohten Somaliwildeseln werden in Zukunft zu einer großzügigen Afrikasavanne verbunden. Eine gemeinsame Stallung für Grantzebras und Somaliwildeseln ist bereits vorhanden. Die Konzeption sieht vor, dass die großzügig zu gestaltene Anlage mit einer gemischten Gruppe von typischen Steppenbewohnern dieses Kontinents ihre Tierparkheimat finden. Die Anlage soll als Ganzes von Besuchern mit einem fast gänzlichen Rundgang die Artenvielfalt der afrikanischen Steppe aufsuchbar sein.

Nasenbäranlage

Unmittelbar vor dem Tierparkfest 2008 des Tierpark Chemnitz wurde die neu gestaltete Anlage für die Südamerikanischen Nasenbären (Nasua nasua) am 20. Juni 2008 eröffnet. Einst wurde die Anlage für Kängurus konzipiert, jedoch war diese dringend sanierungsbedürftig und musste den modernen Anforderungen für die zoogärtnerische Arbeit saniert und erweitert werden. Die Bauzeit betrug ca. 5 Monate und umschließt nun eine Außenanlage von reichlich 300 qm. Die Nutzung kann ganzjährig erfolgen und ist bei Bedarf auch teilbar. Dies könnte sich unter anderem bei zahlreichem Nachwuchs oder der Zusammenführung neuer Nasenbären notwendig machen. Ein großes und beheizbares Schutzhaus steht den Nasenbären zur Verfügung. Die Freianlage ist naturgetreu eingerichtet worden. Der erste Bewohner vom "Nasenbärenwald" ist das Männchen Pepe. Obwohl die sogenannten Kleinbären in Mittel- und Südamerika beheimatet sind, war Pepe im Vogtland zu Hause. Anscheinend ist Pepe einem privaten Besitzer ausgerissen oder er wurde auch einfach ausgesetzt. Der Besitzer von Pepe konnte nicht ermittelt werden. Ein etwas älteres Weibchen ist schon längere Zeit im Bestand des Tierpark Chemnitz. Zwei weitere und jüngere Weibchen wurden aus dem Zoo Magdeburg nach Chemnitz geholt. Für Pepe ein vierfacher Glücksfall.

Führungen, thematische Veranstaltungen

In regelmäßigen Abständen werden für alle Bereiche des Tierparks Chemnitz allgemeine und spezielle Führungen angeboten. Dazu zählen verschiedene Themenbereiche oder auch Gesamtführungen durch den Tierpark Chemnitz. Bei besonderen Anlässen werden so zum Beispiel zu Führungen und Veranstaltungen der Südamerikaanlage auch südamerikanische Musik und Tänze dargeboten. So in den Dschungel entführt, können Besucher mit Schamanen die zauberhafte Welt der Wälder entdecken. Mit derartigen Themenveranstaltungen bringt der Tierpark Chemnitz auch den jeweiligen Kulturkreis der verschiedenen Regionen nahe.

Besondere Aktionen und Veranstaltungen sind unter anderem jährliche Kinderfeste, Veranstaltungen in der Zooschule mit lebhaftem Biologieunterricht, Ferienprogramme und Kindergeburtstage. Dazu können die Räume und Ausstellungsflächen für private Veranstaltungen mit einem exotischen Charakter angemietet und entsprechend genutzt werden.

Besonders interessant sind die Nachtführungen durch den Tierpark Chemnitz. Viele Bewohner des Tierparks Chemnitz sind auch in der Dämmerung oder Nacht aktiv. Besonders im Vivarium ist eine Nachtführung ein exklusives Abenteuer für Besucher des Tierparks Chemnitz, welche das Besondere suchen.

Dreamnight
Holzskulptur, Schnecke zum anfassen.
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Holzskulptur, Schnecke zum anfassen.

Die erste erfolgreiche Dreamnight fand im Jahre 2007 statt. Diese Veranstaltungsreihe richtet sich im Besonderen und ausschließlich an alle Menschen mit chronischen Erkrankungen und behinderten Kindern. Zu dieser Veranstaltung, welche am zeitigen Abend begonnen wird, können kranke und behinderte Menschen mit ihren Familien und Betreuern je nach Bedarf und Interesse den gesamten Tierpark Chemnitz gemeinsam erkunden. Unter dem Motto "Dreamnight at the zoo" wurde diese spezielle Veranstaltung auch 2008 wieder angeboten und durchgeführt.

Förderverein

1994 nahm der Förderverein "Arche Noah" seine Arbeit auf und unterstützte mit seiner Arbeit den Tierpark Chemnitz. Maßgeblich organisierte der Förderverein alle Veranstaltungen für Besucher und sammelte Spenden für neue Tieranlagen. Darüber hinaus vergab der Förderverein gegen entsprechende Beträge Tierpatenschaften. Ab einer bestimmten Tierpatenschaftsspendenhöhe wurde der Pate der jeweiligen Tierart auf einer großen Schautafel im Tierpark Chemnitz öffentlich benannt, falls der Pate Interesse daran hat. Der Förderverein förderte die Bildung und Naturerziehung und betreute zusätzlich die Tierparkschule.

Durch verschiedene Unzulänglichkeiten musste sich der Verein "Arche Noah" auflösen. Im Februar 2007 fanden sich schließlich andere Leute zusammen und gründeten den Förderverein "Tierparkfreunde Chemnitz e. V.". Dieser neue Verein realisiert derzeit sein zweites Projekt, die Erdmännchenanlage. Die Einweihung dieser neuen Anlage ist für den 25. September 2009 anberaumt. Außerdem gibt der Förderverein für seine Mitglieder und Tierpaten und weitere Interessierte ein Infoblatt heraus, das dreimal im Jahr erscheint.

Umgang mit wilden Tieren

Beim Umgang mit wilden Tieren ist die Aufmerksamkeit der Tierpfleger im Besonderen gefragt. In den 70iger Jahren wurde eine Aushilfskraft beim unbefugten Betreten der Bärenburg im Außenkäfig durch einen Prankenschlag tödlich verletzt. 2004 wurde eine Tierpflegerin durch eine Attacke eines Löwen sehr schwer verletzt. Die Tierpflegerin hatte vergessen, die Schieber zum Außengehege zu schließen. Sie kannte den Löwen von klein an. 2006 kam eine gerade fertig ausgebildete Tierpflegerin durch den Nackenbiss eines Leoparden in der Anlage ums Leben. Auch hier waren die Schieber zum Käfig nicht geschlossen. Beim Transport eines Zwergflusspferdes von Barcelona nach Chemnitz, 2008, fuhr der Fahrer eines Kleintransporters auf der Autobahn 72 bei Zwickau dem Tiertransporter hinten auf. Der junge Zwergflusspferdbulle Bingo kippte samt Fahrzeug um, überstand den Unfall jedoch unbeschadet. Bingo und der Tiertransporter wurden vorsorglich nach Chemnitz durch die Polizei eskortiert und traf doch noch gesund und munter bei seiner zukünftigen Braut Petty ein. Aber auch Ausreißer gibt es hin und wieder. So war schon ein Prinz-Alfred-Hirsch auf der Pirsch (er lebt nun im Zoo von Decin) und ein Karpatenluchs hatte sich 2008 auch dafür entschieden, den Tierpark Chemnitz außerhalb seines Geheges zu ergründen.

Artenschutz

Europäisches und internationales Erhaltungszuchtprogramm

Der Tierpark Chemnitz beteiligt sich sehr erfolgreich an insgesamt über 20 verschiedenen internationalen und 12 europäischen Erhaltungszucht-Programmen (EEP). Besonders erfolgreich sind die Zuchten für die Somaliwildesel, Przewalskipferde, Prinz Alfred Hirsche und andere. Besonders interessant ist auch die Zucht in diesen Programmen bei verschiedenen Anuren- und Urodelenarten.

Wildgatter

Das Wildgatter Oberrabenstein wurde 1973 eröffnet. Es liegt hinter der Burg Rabenstein mitten in einem sehr großen Laub- und Mischwald der Gemarkung Rabenstein. Zur Eröffnung wurden Rot-, Dam- und Rehwild in sehr großen Gehegen, sogenannten Gattern, ausgestellt. Kurze Zeit später wurden europäische Wildschweine mit in den Bestand aufgenommen. Ziel des Wildgatters war die Tiere so naturnah wie möglich den Besuchern nahe zu bringen. Auf natürlichen Wald- und Wanderwegen kann man in einer reizvollen und nahezu intakten Naturlandschaft zwischen den einzelnen Gattern die Tiere innerhalb und außerhalb der Anlage beobachten. Im gesamten Gelände leben viele weitere einheimische Tiere. Dazu ist eine ausgesprochen interessante Flora vorhanden. Die Anlagen sind sehr groß und die ausgestellten Tiere konnten sich ihren natürlichen Ansprüchen gerecht werdend verhalten. Für eilige Besucher war das Wildgatter nur bei den wenigen Fütterungen interessant. Für den aufmerksamen Naturbeobachter war und ist das Wildgatter Oberrabenstein eine Naturoase. Für das Ausruhen und gleichzeitige ungestörte Beobachten der Bewohner des Wildgatters Oberrabenstein wurden Beobachtungskanzeln eingerichtet. Die Größe des Wildgatter Oberrabenstein beträgt ca. 36 ha.

Das Wildgatter Oberrabenstein ist ein Bestandteil des Naherholungsgebietes Oberrabenstein und wurde in den Verantwortungsbereich des Tierparks Chemnitz als Außenstelle integriert. Bei der Bestandsentwicklung kamen weitere Waldgehege hinzu und es wurden neue Tierarten aufgenommen. Diese sind im besonderen Wölfe, Karpatenluchse, Mufflons und europäische Wildkatzen. In einer sehr großen Freifluganlage sind dazu noch Uhus zu beobachten.

Derzeitig (2008) leben im Wildgatter Oberrabenstein ca. 80 Tiere in 12 Arten. Vom Frühjahr bis in den Sommer gibt es ständig Geburten im Wildgatter Oberrabenstein. Die Mitnahme von angeleinten Hunden ist gestattet. Eine Kombination der Eintrittspreise von Tierpark Chemnitz und Wildgatter Oberrabenstein wird angeboten. Schaufütterungen und Führungen durch das Wildgatter werden nach Voranmeldung angeboten.

Tierbestand

Tierbestand Tierpark Chemnitz (2008): Bennetwallaby, Springtamarin, Zwergseidenäffchen, Goldgelber Löwenaffe, Lisztaffe, Geoffroy-Klammeraffe, Bärenmakak, Zweifinger-Faultier, Kaninchen, Nil-Stachelmaus, Streifengrasmaus, Mongolische Wüstenrennmaus, Farbmaus, Farbratte, Meerschweinchen, Wasserschweine, Degu, Weißschwanz-Stachelschwein, Nasenbär, Fossa, Omankatze, Karpatenluchs, Sibirischer Luchs, Angola-Löwe, Chinesischer Leopard, Nordpersischer Leopard, Amurtiger, Amurkatze, Polarfuchs, Somali-Wildesel, Hausesel, Böhm-Zebra, Kulan, Przewalski-Pferd, Shetlandpony, Göttinger Minischwein, Zwergflusspferd, Trampeltier, Dromedar, Alpaka, Prinz-Alfred-Hirsch, Mesopotamischer Damhirsch, Tieflandanoa, Zwergziegen, Westkaukasischer Steinbock, Schneeziege, Kamerunschaf, Afrikanischer Strauß, Nandu, Emu, Tauben (u. a. Thüringer Lerchen), Rosttäubchen, Bartlett-Dolchstichtaube, Zweifarb-Fruchttaube, Blaustirnamazone, Venezuela-Amazone, Kuba-Amazone, Gelbbrustara, Grünflügelara, Graupapagei, Breitbinden-Allfarblori, Gebirgslori, Rosakakadu, Steinkauz, Schnee-Eule, Bartkauz, Weißstorch, Schwarzstorch, Steppenadler, Mäusebussard, Roter Milan, Rosaflamingo, Mandarinente, Brautente, Löffelente, Bergente, Weißwangengans, Schellente, Kolbenente, Brandgans, Lady Amherst-Fasan, Goldfasan, Weißer Ohrfasan, Zwergcochin – Hühner, Vieilott-Feuerrückenfasan, Swinhoefasan, Blauer Pfau, Elliotfasan, Temmincktragopan, Tuberkel-Hokko, Weißwangen-Turako, Sonnenralle, Gabelracke, Weißbrauenrötel, Türkistangare, Rotschnabelkitta, Kikuyu-Brillenvogel, Rotschnabelfluchtvogel, Kuba-Schlankboa, Brauenkaiman, Europäische Sumpfschildkröte, Rotwangen-Schmuckschildkröte, Schmuckschildkröte, Vierzehenlandschildkröte, Maurische Landschildkröte, Griechische Landschildkröte, Mexikanische Leder-Ringelwühle, Plattschwanz-Schwimmwühle, Koh-Tao-Blindwühle, Blaufleck-Querzahnmolch, Flecken-Querzahnmolch, Axolotl, Tigersalamander, Chinesischer Riesensalamander, Schlammteufel, Schwarzgrauer Winkelzahnmolch, Appalachen-Waldsalamander, Roter Wiesensalamander, Kweichow Feuerbauchmolch, Schwertschwanzmolch, Chinesischer Zwergmolch, Japanischer Feuerbauchmolch, Pyrenäen-Molch, Kleiner Kurzfußmolch, Gupo-Warzenmolch, Warzenmolch, Gemeiner Rippenmolch, Alpensalamander, Feuersalamander, Oviedo-Feuersalamander, Portugies, Feuersalamander, Marmormolch, Großer Armmolch, Riesenunke, Chinesische Rotbauchunke, Gelbbauchunke, Andenkröte, Tropfenkröte, Aga-Kröte, Schwarznarbenkröte, Rokoko-Kröte, Goldbaumsteiger, Blauer Pfeilgiftfrosch, Gelbgebänderter Pfeilgiftfrosch, Erdbeerfröschchen, Amazonischer Baumsteiger, Dreifarbiger Baumsteiger, Zweifarbiger Pfeilgiftfrosch, Orangeschwarzer Giftfrosch, Rotaugenfrosch, Grüner Laubfrosch, Schmied, Australischer Riesenlaubfrosch, Kuba-Laubfrosch, Höhlen-Krötenlaubfrosch, Giftiger Krötenlaubfrosch, Makifrosch, Maskenlaubfrosch, Punktierter Riedfrosch, Südamerikanischer Ochsenfrosch, Tomatenfrosch, Indischer Ochsenfrosch, Mamorkrötchen, Große Wabenkröte, Großer Krallenfrosch, Siamesischer Braunfrosch, Grünes Goldfröschchen, Chinesischer Riesenflugfrosch, Kreuzrückenruderfrosch, Sägesalmer, Roter Piranha, Wabenschilderwels, Steppengrille, Ägyptische Wanderheuschrecke, Zweistreifen-Stabschrecke, Annam-Stabschrecke, Indische Stabschrecke, Australische Gespenstschrecke, Blattscheiderameise, Große Taufliege.

Tierbestand Wildgatter (2008): Baummarder, Karpatenluchs, Europäische Wildkatze, Europäischer Wolf, Hauspferde, Schwarzwild, Rehwild, Rotwild, Damwild, Muffelwild, Wisent, Uhu.

Zukunft

Der Tierpark Chemnitz verfügt noch über viele alte und nicht mehr artgerechte und den allgemeinen Ansprüchen entsprechenden Gehegen für die Wildtierhaltung- und Pflege in Zoologischen Gärten, Tierparks, Wildgehegen und anderen Einrichtungen. Seit der sogenannten Wende wurden sehr viele neue und große Anlagen geschaffen und der Tierbestand wurde sehr stark ausgebaut und abwechslungsreicher gestaltet. Die weitere Entwicklung des Tierparks Chemnitz hängt im Wesentlichen von der Förderung der öffentlichen Hand und den Spenden der Besucher und Honoratioren ab. So ist als nächstes und größeres Vorhaben der Bau einer Nashornanlage angedacht. Der Förderverein des Tierparks Chemnitz, Tierparkfreunde Chemnitz e. V. sammelt für das Projekt schon Spenden (2008).

Links

Literatur

'Persönliche Werkzeuge