Timberwolf

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Timberwolf

Systematik
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse: Lebendgebärende Säugetiere (Theria)
Teilklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Hundeartige (Canoidea)
Familie: Hunde (Canidae)
Gattung: Wolfs- und Schakalartige (Canis)
Art: Wolf (Canis lupus)
Unterart: Timberwolf
Wissenschaftlicher Name
Canis lupus lycaon
Schreber, 1775

Der Timberwolf (Canis lupus lycaon) ist eine Unterart und zählt zur Art (Canis lupus) und gehört innerhalb der Familie der Hunde (Canidae) zur Gattung Wolfs- und Schakalartige (Canis).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Timberwolf erreicht eine Körperlänge von etwa 120 bis 140 cm, eine Schulterhöhe von 70 bis 90 cm sowie ein Gewicht von rund 40 Kg, selten auch bis 60 Kg. Sein kräftig gebauter Körper endet in einen buschigen Schwanz, der eine Länge von 40 bis 50 cm aufweist. Männchen werden etwas größer und schwerer als Weibchen. Das buschige Fell weist eine sehr variable Färbung auf und kann von hellgrau über cremefarben bis hin zu schwarz gefärbt sein. Im Winter ist das Fell deutlich heller. Der Kopf ist recht breit und sitzt auf einem massigen Hals. Die Ohren sind von stehender Form.

Wölfe sind in Rudeln lebende Tiere. Während der warmen Jahreszeit sieht man sie aber auch alleine umherziehen. Das Rudel wird von einem Leitpaar angeführt, den sogenannten Alphatieren. Ein Rudel kann durchaus aus 20 bis 30 Einzelindividuen bestehen. Innerhalb des Rudels paaren sich nur die ranghöchsten Tiere. An der Jagd sind alle erwachsenen Tiere eines Rudels beteiligt. Bei ihrer Hatz auf Beute können sie Geschwindigkeiten von über 60 km/h erreichen. Der Wolf wird als Stammform der Haushunde angenommen.

Verbreitung

Der Timberwolf ist in den Wäldern der nördlichen USA und in Kanada weit beheimatet. Er bewohnt meist Laub- und Mischwald.

Nahrung

Zu ihren bevorzugten Beutetieren gehören insbesondere Elche und Weißwedelhirsche, die sie im Rudel durch eine ausgeklügelte Jagdstrategie erlegen. In Zeiten knapper Nahrung jagen sie aber auch kleinere Tiere in Hasengröße. Ein Wolf benötigt je nach Alter bis zu vier Kg Fleisch am Tag.

Fortpflanzung

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Wölfe erreichen die Geschlechtsreife im zweiten Lebensjahr. Die Paarung findet in der Regel im Frühjahr statt. Innerhalb eines Rudels paaren sich nur die Alphatiere. Nach einer Tragezeit von 60 bis 65 Tagen bringt das Weibchen durchschnittlich vier bis sechs Jungtiere (Welpen) in einem Erdbau zur Welt. Regional wurden auch schon Würfe von über zehn Jungtieren beobachtet. Die Welpen sind bei der Geburt noch blind und weisen etwa ein Gewicht von 400 bis 500 Gramm auf. Ihre Augen öffnen sie zum esten Mal etwa nach vierzehn Tagen. Nach drei bis vier Wochen verlassen sie zum ersten Mal ihren Bau. Die Jungtiere werden von der Mutter etwa für zwei bis drei Monate gesäugt. Nach und nach nehmen sie dann feste Nahrung zu sich. An der Aufzucht beteiligen sich alle Mitglieder eines Rudels. Ab dem dritten oder vierten Lebensmonat begleiten die Jungwölfe ihre Eltern auf Streifzügen oder zur Jagd. Wölfe können ein Alter von zwanzig Jahren erreichen.

Anhang

Siehe auch

  • Hauptartikel: der Wolf (Canis lupus)
  • Hauptartikel: die Familie der Hunde (Canidae)

Literatur und Quellen

  • Ronald M. Nowak: Walker's Mammals of the World: v. 1 & 2. B&T, Auflage 6, 1999, (engl.) ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson & DeeAnn M. Reeder: Mammal Species of the World, a Taxonomic & Geographic Reference. J. Hopkins Uni. Press, 3rd ed., 2005 ISBN 0801882214
  • David Macdonald: Die große Enzyklopädie der Säugetiere. Ullmann/Tandem ISBN 3833110066
  • Hans Petzsch: Urania Tierreich, 7 Bde., Säugetiere. Urania, Stuttgart (1992) ISBN 3332004999
  • Säugetiere. 700 Arten in ihren Lebensräumen. Dorling Kindersley, 2004. ISBN 383100580X
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