Traubenkirschen-Gespinstmotte

aus Tierdoku, der freien Wissensdatenbank

Traubenkirschen-Gespinstmotte
vergrößern
Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Unterklasse: Geflügelte Insekten (Pterygota)
Überordnung: Neuflügler (Neoptera)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Gespinst- und Knospenmotten (Yponomeutidae)
Unterfamilie: Yponomeutinae
Gattung: Yponomeuta
Art: Traubenkirschen-Gespinstmotte
Wissenschaftlicher Name
Yponomeuta evonymellus
Stephens, 1829

Die Traubenkirschen-Gespinstmotte (Yponomeuta evonymellus) gehört innerhalb der Familie der Gespinst- und Knospenmotten (Yponomeutidae) zur Gattung Yponomeuta.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Traubenkirschen-Gespinstmotte erreicht eine Flügelspannweite von 20 bis 235 Millimeter. Der stark behaarte Körper weist im vorderen Teil eine weißliche, im hinteren Teil eine bräunliche Färbung auf. Die weißlichen Vorderflügel sind schmal und deutlich länger als die Hinterflügel. Sie weisen in unregelmäßigen Reihen kleine schwarze Punkte auf. Die Hinteren Flügel sind kleiner aber deutlich breiter als die Vorderflügel. Sie sind bräunlich gefärbt und enden an der hinteren Linie stark gesäumt. Die weißlichen und feingliedrigen Fühler sind weißlich gefärbt. Ruhen die Falter, so liegen die Flügel dachartig auf dem Abdomen auf. Die Traubenkirschen-Gespinstmotten fliegen üblicherweise in den Monaten Juni und Augst.

Verbreitung

Die Traubenkirschen-Gespinstmotte ist in weiten Teilen des gemäßigten Europas verbreitet. Sie leben bevorzugt in offenen Habitaten und an Rändern von Wäldern. Aber auch in naturbelassenen Naturgärten und größeren Parks sind sie häufig anzutreffen.

Nahrung

Als Nahrungsspezialist ernährt sich die Traubenkirschen-Gespinstmotte fast ausschließlich von den Blättern der Traubenkirsche (Prunus padus). Hier werden überwiegend die jungen Triebe verspeist. Hier und da sind sie aber auch am Faulbaum (Frangula alnus) anzutreffen.

Fortpflanzung

Die Paarung der Traubenkirschen-Gespinstmotte erfolgt bereits im ersten Monat nach dem Schlupf der fertigen Falter. Die Weibchen legen ihre bis zu 50 Eiern an die Knospen der Gewöhnlichen Traubenkirsche (Prunus padus). Nach 20 bis 20 Tagen schlüpfen die kleinen Jungraupen. Insgesamt durchlaufen die Jungraupen fünf Entwicklungsstadien. Die Überwinterung erfolgt im Larvenstadium in Gemeinschaftsgespinsten. Im Mai setzen die Raupen ihre Entwicklung fort. Die Raupen weisen eine gräuliche Färbung auf und leben unauffällig in Blattmienen. Der Schlupf der fertigen Falter erfolgt meist Anfang Juni.
'Persönliche Werkzeuge