Trite auricoma

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Trite auricoma

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Überfamilie: Salticoidea
Familie: Springspinnen (Salticidae)
Gattung: Trite
Art: Trite auricoma
Wissenschaftlicher Name
Trite auricoma
(Urquhart, 1886)

LSID-Kennung
LSID: [urn:lsid:amnh.org:spidersp:036649]

Die Spinnenart Trite auricoma gehört innerhalb der Familie der Springspinnen (Salticidae) zur Gattung Trite. Im Englischen wird diese Art goldenbrown jumping spider genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Trite auricoma ist wie fast alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae) durch die besonders leistungsfähigen Augen gut charakterisiert. Vorn an der Stirn liegen nebeneinander vier scheinwerferartig vergrößerte Augen, an jeder Seite des steil abfallenden Kopfteils hintereinander zwei weitere, deutlich kleinere Augen. Das auffallend vergrößerte, mittlere Frontalaugenpaar entspricht gewissermaßen zwei Teleobjektiven. Die beiden Netzhäute können vor- und zurückgeschoben werden und so ein scharfes Abbild des angepeilten Objekts entwerfen. Da die Netzhäute aber zusätzlich seitlich verschoben werden können, vermag die Spinne außerdem ihren Blickwinkel zu verändern, ohne sich selbst zu bewegen. Die adulten Tiere weisen ein dunkelbraunes Prosoma auf und das erste Beinpaar ist ebenfalls dunkelbraun gefärbt. Das zweite und vierte Beinpaar weisen eine goldfarbene Färbung auf und bei beiden Geschlechtern ist das erste Beinpaar viel länger und kräftiger als die übrigen Beinpaare. Oberhalb zeigt das Opisthosoma ein zentrales dunkelbraunes Längsband, begrenzt mit jeweils einem hellbraunen gezackten Längsstreifen links und rechts sowie mit einem etwas rotbraun gefärbten Längsstreifen auf beiden Seiten. Unterhalb ist das Opisthosoma bräunlich getönt und die Seiten weisen eine dunkelbraune Färbung auf. Die Spiderlinge ähneln sehr dem Weibchen, allerdings sind die Beine nicht so lang und dunkel wie bei den adulten Tieren. Des Weiteren weisen die Spiderlinge medial helle gelbe Streifen auf dem Panzerrücken auf. Das Männchen unterscheidet sich von dem Weibchen durch eine dichte Reihe von dunklen Haaren über den vorderen medianen Augen, durch kräftigere Cheliceren sowie durch das längere erste Beinpaar. Ferner besitzt das Männchen im Verhältnis zu den langen und kräftigen Cheliceren ein kürzeres Opisthosoma. Bei den meisten Männchen und Weibchen beträgt die Breite des Prosoma etwa 2,7 bis 3,1 Millimeter und die Körperlänge beträgt etwa 8 bis 10 Millimeter (Minimum: Breite des Prosoma 2,4 Millimeter, Körperlänge 6 Millimeter; Maximum: Breite des Prosoma 3,6 Millimeter, Körperlänge 14 Millimeter). <2>

Lebensweise

Die Spinne ist sehr lebhaft und schnell, sie ist tagaktiv und sehr wärme- und sonneliebend. Zum Beutefang webt die Spinne kein Netz, sondern erkennt als ausgesprochenes Augentier das Opfer recht bald, verfolgt und beschleicht das Opfer, um es dann im geeigneten Moment anzuspringen und mit einem Biß zu lähmen. Vor dem Sprung befestigt die Spinne jedoch einen Sicherheitsfaden am Boden, zum einen, um nicht von einem größeren Beutetier mitgenommen zu werden, zum anderen, um sich blitzschnell zurückziehen zu können. Zum Wohnen, Überwintern und als Schutz beim Häuten und bei der Eiablage webt sich die Spinne ein feines, sackartiges Wohngespinst.

Verbreitung

Trite auricoma kommt in folgenden Verbreitungsgebieten vor: Neuseeland. Die Spinne hält sich gerne in abgestorbenen eingerollten Blättern vom Neuseeländer Flachs (Phormium tenax), auch Neuseelandflachs genannt und in ähnlichen Anlagen auf, wo sie sich in ihr angelegtes Wohngespinst zurückziehen kann. Die eingerollten Blätter werden auch für die Balz und auch als Brutplatz verwendet. Ein eingerolltes Blatt wird nur einmal benutzt. Gelegentlich sucht die Spinne auch Zuflucht unter den Steinen oder in den Büschen. Wie fast alle Springspinnen so hält sich auch diese Art gerne auf sonnenbeschienenen Plätzen auf. <3>

Ernährung

Trite auricoma
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Trite auricoma

Wie alle Arten aus der Familie der Springspinnen (Salticidae), so ernährt sich auch diese Spinnenart von Insekten (Insecta). Sie lauert an exponierten Stellen auf ihre Beute und springt sie meist aus dem Hinterhalt an. Dabei spielt der Sehsinn eine außerordentliche Rolle. Die Spinne kann die Beute von weitem schon anvisieren und springt gezielt mehrere Zentimeter weit, um sie zu fangen. Die Sprünge können etwa 150 Millimeter betragen. Überwiegend werden dabei Fliegen (Brachycera) und Grillen (Gryllidae), Langfühlerschrecken (Ensifera), Kurzfühlerschrecken (Caelifera) sowie Schmetterlinge (Lepidoptera) und deren Raupen erbeutet.

Fortpflanzung

Wie bei allen anderen Spinnen auch, werden die Männchen vor dem Weibchen geschlechtsreif und machen sich auf die Suche nach einer geeigneten Partnerin. Trifft ein Männchen auf ein vor der letzten Häutung stehendes Weibchen, so bleibt es bei ihm und paart sich mit ihm, sobald sich das Weibchen gehäutet hat. Vor der Paarung wird das Weibchen mit charakteristischen Tänzen umworben. Dieser Tanz geht folgendermaßen vor sich: Das Männchen richtet sich hoch auf, streckt seine Vorderbeine hoch, die bei dem geschlechtsreifen Männchen eine Signalfarbe tragen, und winkt mit diesem ersten Beinpaar, indem das Männchen sich vor dem Weibchen hin und her bewegt, bis beide Tiere sich Kopf an Kopf gegenüberstehen. Nimmt das Weibchen diese Werbung an, d. h., bleibt das Weibchen still stehen, dann kommt es zur Paarung. Das Weibchen baut nach der Paarung eine übergroße Seidenzelle. Die übergroße Seidenzelle befindet sich in einem abgestorbenen eingerollten Blatt, meist werden die Blätter des Neuseeländer Flachs (Phormium tenax) verwendet. Die Seidenzelle umfaßt etwa 7 Lagen mit jeweils 8 bis 10 Eier. Die Intervalle zwischen den aufeinanderfolgenden Eilagen reichen von einem Tag bis zu mehreren Wochen. Nach der Eiablage werden die Eier von dem Weibchen bewacht, bis die Jungspinnen schlüpfen, was meist bis zur zweiten Häutung dauert, da die Jungspinnen zuerst fast blind sind und erst nach der zweiten Häutung voll entwickelte Augen haben. In Regel befinden sich die Wohngespinste der jugendlichen und subadulten Weibchen in den Hohlräumen der abgestorbenen eingerollten Blätter. Die Wohngespinste der jungen und der subadulten Weibchen sind überwiegend flach gewebt. Außer die vor kurzem gehäuteten Invidiuen (offensichtlich von blasser Färbung), wurden nur die Männchen gesichtet, wenn sie mit den vor kurzem gehäuteten Weibchen zusammenleben. Die Wohngespinste sind ähnlich gewebt wie die Wohngespinste von den jungen und subadulten weiblichen Spinnen, aber dünner und nie vollständig umschlossen. In der Regel halten sich die Männchen nicht direkt in den Wohngespinsten auf, sondern verweilen zwischen den subadulten weiblichen Wohngespinsten oder an der Öffnung des eingerollten Blattes.

Synonyme und Chresonyme nach Norman I. Platnick

Update 13. Juli 2008 <1>

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

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