Ultramarinbischof

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Ultramarinbischof

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Kardinäle (Cardinalidae)
Gattung: Cyanocompsa
Art: Ultramarinbischof
Wissenschaftlicher Name
Cyanocompsa brissonii
(Lichtenstein, 1823)

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Ultramarinbischof (Pheucticus chrysopeplus), auch unter dem Synonym Passerina brissonii bekannt, zählt innerhalb der Familie der Kardinäle (Cardinalidae) zur Gattung Cyanocompsa. Im Englischen wird der Ultramarinbischof ultramarine grosbeak genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Ultramarinbischof erreicht eine Körperlänge von etwa 16 cm. Bei der Gefiederfärbung weisen die Geschlechter große Unterschiede auf. Das Gefieder des Männchens ist durchweg schwarz bis dunkelblau, das des Weibchens ist sandfarben und rund um die Augen bläulich gefärbt. Der Schnabel ist beim Männchen schwarz, beim Weibchen dunkelgrau. Insgesamt ist der Schnabel recht kurz aber wuchtig gebaut. Die Füße bestehen aus vier Zehen, von denen eine nach hinten gerichtet ist. Der Ultramarinbischof ist in seiner Art noch nicht gefährdet.

Verbreitung

Dieser Vogel findet seine Verbreitung in weiten Teilen Südamerikas. Das nördliche Verbreitungsgebiet reicht von Kolumbien bis Venezuela. Im Süden wird es durch Argentinien und Uruguay begrenzt. Die Vögel leben in offenem Gelände mit schwacher Bewachsung. Auch an Waldrändern sind sie im Unterholz zu Hause. In Höhenlagen sind sie bis in Höhen von 1.600 Metern anzutreffen.

Ernährung

Der Ultramarinbischof ernährt sich überwiegend von Sämereien. Hier und da wird aber auch tierische Nahrung in Form von kleinen Insekten gefressen.

Fortpflanzung

Das Weibchen baut ihr Nest in der Regel in niedrigen Büschen, in die Zweige von Nadelbäumen oder ins Unterholz. Es besteht aus Pflanzenmaterial, kleinen Wurzeln und Zweigen. Ausgepolstert wird das Nest mit Moosen und Flechten. Die drei bis fünf Eier werden über einen Zeitraum von 13 Tagen vom Weibchen bebrütet. Bereits nach etwa zwölf Tagen verlassen die Jungvögel das Nest und sind selbständig.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Ultramarinbischof heute noch nicht zu den bedrohten Vogelarten. Er ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Ultramarinbischof selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird er als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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