Veilchenastrild

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Veilchenastrild

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Prachtfinken (Estrildidae)
Gattung: Blauastrilde (Uraeginthus)
Art: Veilchenastrild
Wissenschaftlicher Name
Uraeginthus ianthinogaster
Richmond, 1879

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Der Veilchenastrild (Uraeginthus ianthinogaster) zählt innerhalb der Familie der Prachtfinken (Estrildidae) zur Gattung der Blauastrilde (Uraeginthus). Im Englischen wird der Veilchenastrild Purple Grenadier genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Veilchenastrild erreicht eine Größe von gut 13,5 cm. Die Gefiederunterseite des Männchen weist eine dunkelblaue bis violette Farbung auf, ebenso die Partien rund um die Augen sowie der obere Bereich der Kehle. Die Oberseite ist rotbraun bis braun. Das Gefieder des Weibchen ist hellbraun bis orangerot. Das Weibchen verfügt über einen weißen Augenring. Die Schnabel beider Geschlechter sind rot. Veilchenastrilden leben grundsätzlich paarweise.

Verbreitung

Ostafrika, speziell Somalia und Äthiopien gehören zum Verbreitungsgebiet der Veilchenastrilden. Als Lebensraum bevorzugen sie trockene Dornbuschsteppen und schwachbewaldete Savannen.

Ernährung

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Sämereien und Insekten.

Fortpflanzung

Ihre Nester bauen sie überwiegend in Ginsterbüsche. Das Weibchen legt 3-4 Eier, die 12-14 Tage bebrütet werden. Die Jungvögel verbleiben für 18-21 Tage im Nest und werden in dieser Zeit vom Weibchen gefüttert. Nach 36-40 Tagen erfolgt die Trennung der Jungvögel von ihren Eltern. In der 6. Lebenswoche erfolgt die Umfärbung der Jungvögel.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN weist die Art eine große Reichweite mit einem geschätzten globalen Umfang von etwa 1.500.000 Quadratkilometer auf. Die globale Population wurde bisher noch nicht quantifiziert, aber es wird vermutet, dass die Art in Teilen seiner Reichweite häufig vorkommt (Fry und Keith, 2004). Der globale Populationstrend ist ebenfalls bisher noch nicht quantifiziert worden, doch gibt es Anzeichen für einen Populationszuwachs (Fry und Keith, 2004). Und so wird angenommen, dass ein kritischer Grenzwert für die Population noch nicht erreicht ist, d. h. abnehmend mehr als 30 Prozent in zehn Jahren oder drei Generationen. Aus diesen Gründen wird die Art als nicht gefährdet (least concern) in der Roten Liste der IUCN geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

Links

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