Wüstenkrötenechse

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Wüstenkrötenechse
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Systematik
Klasse: Reptilien (Reptilia)
Ordnung: Schuppenkriechtiere (Squamata)
Unterordnung: Echsen (Lacertilia)
Familie: Leguane (Iguanidae)
Gattung: Krötenechsen (Phrynosoma)
Art: Wüstenkrötenechse
Wissenschaftlicher Name
Phrynosoma platyrhinos
Cope, 1896
Unterarten
* Phrynosoma platyrhinos calidiarum
* Phrynosoma platyrhinos goodei
* Phrynosoma platyrhinos platyrhinos

Die Wüstenkrötenechse (Phrynosoma platyrhinos) gehört innerhalb der Familie der Leguane (Iguanidae) zur Gattung der Krötenechsen (Phrynosoma).

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Die Wüstenkrötenechse erreicht, je nach Geschlecht, eine Größe von 10 bis maximal 15 cm, wobei Weibchen deutlich größer werden als die Männchen. Das Gewicht ausgewachsener Tiere beträgt zwischen 20 und 30 Gramm. Sie zählen somit zu den kleinsten Echsenarten überhaupt. Diese Art häutet sich im adulten Stadium nur noch einmal im Jahr, in der Regel geschieht dies in den Sommermonaten. Jungtiere häuten sich etwa alle 7 Wochen.

Die Körperoberfläche ist braun, rotbraun bis schwarz gefärbt. Markantes Merkmal sind die beiden Hinterhauptstachel, die sie besonders urtümlich aussehen lassen. Insgesamt ist der Körper mit vielen Stachelschuppen, insbesondere an den Flanken, überzogen. Der Kehlbereich zeigt deutlich 2 Reihen vergrößerte Kehlschilde. Die Schnauze der Wüstenkrötenechse ist stumpf. Männliche Tiere verfügen, im Gegensatz zu den Weibchen, über vergrößerte Postanalschuppen und haben eine breitere Schwanzwurzel. Als reiner Bodenbewohner graben sie sich gerne im Sand ihrer Habitate ein. Eine skurrile Eigenart ist die Tatsache, daß sie bei Gefahr kleine Blutgefäße im Augenbereich zum Platzen bringen können. Das herausspritzende Blut soll dann die Angreifer verschrecken.

Unterarten

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet der Wüstenkrötenechse erstreckt sich vom Südwesten Kanadas über den Westen der USA bis hinunter nach Mexiko und Guatemala. Sie bevorzugen trockene Habitate mit sandigem oder steinigem Untergrund. Auch auf Geröllfelder und ausgetrockneten Flußbetten sind sie anzutreffen.

Nahrung

In freier Natur fressen sie fast ausschließlich Ameisen. Gelegentlich nehmen sie aber auch Beeren und Blüten zu sich. Es wurde bisher nicht beobachtet, daß sie Wasser zu sich nehmen. Anscheinend reicht ihnen die Flüssigkeit aus, die sie über die Nahrung aufnehmen. Anscheinen benötigen sie Stoffe, die sie über die Ameisen aufnehmen, da es in Gefangenschaft selten möglich war diese Art länger als 6 Monate am leben zu halten. In einzelnen Versuchen diese Art mit einheimischen Ameisenkolonien zu halten war teilweise Erfolgreich.

Fortpflanzung

Die Paarungszeit beginnt kurz nach der Winterruhe. Das Weibchen legt 4 bis 8 Eier in selbst gegrabene Erdröhren. Der Schlupf der Jungtiere erfolgt nach rund 50 bis 60 Tagen. In nahrungsreichen Jahren kann es auch zu 2 Gelegen kommen. Die Jungtiere häuten sich bis zum Erreichen der adulten Größe alle 7 Wochen.

Literatur und Quellen

  • Manfred Rogner: Echsen, Bd.1, Geckos, Flossenfüße, Agamen, Chamäleons und Leguane. Ulmer, 2005 ISBN 3800172488
  • Bertrand Baur & Richard R. Montanucci: Krötenechsen. Herpeton; Auflage: 1. Aufl. 1998 ISBN 3980289281

Links

Weitere Fotos der Wüstenkrötenechse
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