Wüstenlaufkäfer

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Wüstenlaufkäfer
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Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Unterordnung: Adephaga
Familie: Laufkäfer (Carabidae)
Unterfamilie: Harpalinae
Gattung: Anthia
Art: Wüstenlaufkäfer
Wissenschaftlicher Name
Anthia thoracica
Thunberg, 1784

Der Wüstenlaufkäfer (Anthia thoracica) gehört zur Familie der Laufkäfer (Carabidae) und zur Gattung der Anthia. Wie der Name schon andeutet, zählt der Wüstenlaufkäfer zu den flugunfähigen Käfern. Um Gefahren zu entgehen, verläßt er sich auf seine extreme Geschwindigkeit.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Der Wüstenlaufkäfer ist ein schneller nachtaktiver räuberischer Jäger, der mit bürstenartig behaarten Füssen ausgestattet ist, die besonders für die Fortbewegung auf Sand geeignet sind. Im Gegensatz dazu sind die Flügeldecken miteinander verschmolzen und die membranen Flügel unter den Flügeldecken gänzlich verschwunden, was bedeutet, dass er flugunfähig ist. Die Flügeldecken haben eine dunkelbraune bis schwarze Färbung mit gelben Markierungen. Erwähnenswert ist seine chemische Hauptverteidigungswaffe. Fühlt der Wüstenlaufkäfer sich bedroht, dann versprüht er einen Strahl aus den Hinterleibsdrüsen, der eine Strecke bis zu 35 cm betragen kann. Der Strahl ist eine ätzende Chemikalie (z.B. Ameisensäure), die auf menschlicher Haut starke Schmerzen verursacht und ernsthafte Probleme bereitet, wenn die chemische Flüssigkeit in die Augen dringt. Die Substanz kann, wenn die Augen nicht sofort behandelt werden, zur vorübergehenden Erblindung führen. Eine weitere wehrhafte Waffe sind die starken, scharfen Kieferklauen, die eine Länge bis zu 50 Millimeter aufweisen. Mit diesen Kiefern kann er bösartige Bisswunden hinzufügen. Der Wüstenlaufkäfer kann eine Länge von 5 bis 6 cm und ein Alter von bis zu 4 Jahren erreichen.

Verbreitung

Das Hauptverbreitungsgebiet des Wüstenlaufkäfers ist Südafrika, er bewohnt hauptsächlich die Steppen und Halbwüsten.

Nahrung

Der Wüstenlaufkäfer bevorzugt u. a. Insekten, wie Heuschrecken, Fliegenlarven und deren Eier. Er zählt zu den wichtigen Fleischverwertern in allen terrestrischen Ökosystemen.

Fortpflanzung

Die kräftigen Kieferklauen dienen nicht nur für Revier- und Rivalenkämpfe, sondern auch zum Festhalten des Weibchens während der Paarung. Zur Eiablage verkriecht sich das Weibchen in Ameisennester, wo sich auch die fleischfressenden Larven entwickeln. Sie ernähren sich hauptsächlich von Ameisen.
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