Weißohrturako

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Weißohrturako

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Unterklasse: Neukiefervögel (Neognathae)
Ordnung: Kuckucksvögel (Cuculiformes)
Familie: Turakos (Musophagidae)
Gattung: Helmturakos (Tauraco)
Art: Weißohrturako
Wissenschaftlicher Name
Tauraco leucotis
Rüppell, 1835

IUCN-Status
Least Concern (LC)

Der Weißohrturako (Tauraco leucotis), auch unter dem Synonym Corythaix leucotis bekannt, gehört zur Ordnung der Kuckucksvögel (Cuculiformes) und dort zur Gattung der Helmturakos (Tauraco). Im Englischen wird der Weißohrturako white-cheeked turaco genannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Der Weißohrturako erreicht eine Größe von 40 - 43 cm und ein Gewicht von rund 300 Gramm. Das Gefieder ist grünlich bis bläulich gefärbt, sein Oberkopf ist schwarz. Die Augen sind von einem roten Ring umgeben, auch sein recht kurzer Schnabel ist rötlich gefärbt. Zwischen Augen und Schnabelansatz ist ein weisser Fleck mit schwarzer Abgrenzung zu erkennen. Seitlich des Kopfes weist er rechts und links eine weisse Zeichnung auf. Männchen und Weibchen sind nicht von einander zu unterscheiden. Weissohr-Turakos gehören noch nicht zu den bedrohten Arten.

Unterarten

Verbreitung

Ostafrika ist das Verbreitungsgebiet des Weissohr-Turako. Er bewohnt dicht bewaldete Gegenden bis in Höhenlagen von 3.000 Meter und hält sich überwiegend in den Baumkronen auf.

Ernährung

Der Weißohrturako frisst neben Beeren, Samen und Früchten auch kleinere Insekten.

Fortpflanzung

Weißohrturakos leben paarweise. Die Paarungszeit ist an keine Jahreszeit gebunden, sie paaren sich ganzjährig. Die Nester werden in mittlerer Höhe von rund 10 Meter in dichten bewachsenen Bäumen aus lose zusammen gesteckten Zweigen und Reisig errichtet. Das Gelege besteht aus zwei Eiern und wird über 22 Tage von beiden Elternteilen abwechselnd bebrütet. Die Nestlingszeit beträgt 28 Tage. Die Jungvögel erreichen die Geschlechtsreife nach 2 Jahren. Die Lebenserwartung liegt bei rund 30 Jahren.

Gefährdung und Schutz

Laut der Roten Liste der IUCN gehört der Weißohrturako heute noch nicht zu den bedrohten Arten. Er ist in weiten Teilen des Verbreitungsgebietes häufig anzutreffen. Nur in wenigen Regionen kommt der Weißohrturako selten oder nur spärlich vor. In der Roten Liste der IUCN wird sie als least concern (nicht gefährdet) geführt.

Anhang

Siehe auch

Literatur und Quellen

  • Prof. Dr. Dr. H. C. Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Band 7-9 Vögel. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG München (1993) ISBN 3-423-05970-2
  • Gottfried Mauersberger, Wilhelm Meise: Urania Tierreich, 7 Bde., Vögel.Urania, Stuttgart (1995) ISBN 3423032049
  • Einhard Bezzel, Roland Prinzinger: Ornithologie, Utb, 1990, ISBN 3800125978
  • Hans-Heiner Bergmann: Die Biologie des Vogels. Aula, 1987, ISBN 389104447X

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