Zebraschnauzen-Seepferdchen

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Zebraschnauzen-Seepferdchen

Systematik
Klasse: Strahlenflosser (Actinopterygii)
Unterklasse: Neuflosser (Neopterygii)
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Überordnung: Stachelflosser (Acanthopterygii)
Ordnung: Stichlingsartige (Gasterosteiformes)
Unterordnung: Seenadelartige (Syngnathiformes)
Familie: Seenadeln (Syngnathiformes)
Unterfamilie: Seepferdchen (Hippocampinae)
Gattung: Seepferdchen (Hippocampus)
Art: Zebraschnauzen-Seepferdchen
Wissenschaftlicher Name
Hippocampus barbouri
Jordan & Richardson, 1908

IUCN-Status
Vulnerable (VU)

Das Zebraschnauzen-Seepferdchen (Hippocampus barbouri) zählt innerhalb der Familie der Seenadeln (Syngnathidae) zur Gattung der Seepferdchen (Hippocampus). Im Englischen wird das Zebraschnauzen-Seepferdchen barbour's seahorse genannt.

Ferner ist die Art unter den Synonymen Hippocampus aimei Roule, 1916, Hippocampus histrix Kaup, 1853 und Hippocampus spinosissimus (Lourie et al., 1999) bekannt.

Inhaltsverzeichnis

Beschreibung

Aussehen und Maße

Das Zebraschnauzen-Seepferdchen erreicht eine Körperlänge von 12 bis 15 cm. Der Körper der Seepferdchen ist schlank und weist ausgedehnte Bedornung aus Weichstrahlen auf. Die Weichstrahlen setzen sich auch im Kopf- und Schnauzenbereich fort. Insgesamt ist der Körper durch Knochenplatten verstärkt, die es vor den meisten Fressfeinden schützen. Nur das Männchen verfügt über eine Bruttasche, in der es den Nachwuchs ausbrütet. Der Kopf erinnert von der Form her an den Kopf eines Pferdes. Diese Eigenschaft war für die Familie der Seepferdchen namensgebend.

Verbreitung

Zebraschnauzen-Seepferdchen sind im zentralen Westpazifik weit verbreitet. Sie leben bevorzugt in flachen und klaren Gewässern nahe der Küste. Sie sind dabei in Tiefen von bis zu fünfzehn Metern anzutreffen.

Ernährung

Das Zebraschnauzen-Seepferdchen ernährt sich von Zooplankton, Krebstierchen und anderen wirbellosen Tieren. Aufgrund ihrer sehr trägen Bewegungsfähigkeit jagen sie allerdings nicht aktiv nach ihrer Beute. Sie gehören zu den sogenannten Saugschnappern. Nähert sich ein Beutetier in passender Größe, so saugen sie mit einer schnellen Bewegung das Tier ein.

Fortpflanzung

Das Zebraschnauzen-Seepferdchen erreicht die Geschlechtsreife mit rund sieben Monaten. Seepferdchen leben in monogamer Einehe. Die Laichzeit erstreckt sich in den natürlichen Verbreitungsgebieten über die Monate Juni bis September. Die Paarungszeit ist durch ausgedehnte Tänze der beiden Partner gekennzeichnet. Das Weibchen legt ihre 50 bis 100 Eier in die Bruttasche des Männchens. Hier werden die Eier, die eine Länge von rund 1,5 Millimeter aufweisen, vom Männchen befruchtet. Die Bruttasche ist wasserdicht, es strömt also kein Wasser in die Tasche. Nach bereits 15 Tagen ist die Entwicklung der Larven abgeschlossen. Das Männchen presst die fertigen Larven unter wehenartigen Bewegungen aus seiner Bruttasche. Diese Phase kann bis zu mehreren Stunden dauern. Die geschlüpften Larven weisen eine Länge von bis zu 13 Millimeter auf.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Bernhard Grzimek: Grzimeks Tierleben. Fische 1. Vierter Band. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.KG, München Oktober 1993. ISBN 3-423-05970-2

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