Zoo Duisburg

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Informationen
Vollständiger Name: Zoo Duisburg
Gründung: 1934
Besonderheiten: Haltung von Flussdelfinen und erfolgreiche Zucht von Fossas
Stadt: Duisburg (NRW)
Höhenlage: auf Meereshöhe
Fläche: 15,5 Hektar
Eröffnung: 12. Mai 1934
Tierbestand: 2179 Tiere in 274 Arten
Anschrift: Zoo Duisburg AG
Mülheimer Strasse 273
47058 Duisburg
Telefon: 0203-305590
Telefax: 0203-3055922
E-Mail-Adresse: mailto:Info@Zoo-Duisburg.de
Website: Offizielle Homepage des Zoos

Inhaltsverzeichnis

Geschichte und Zukunft des Duisburger Zoos

Delfinshow im Zoo Duisburg
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Delfinshow im Zoo Duisburg

Das Delfinarium

1965 wurde das erste "feste" Delfinarium, nach dem Erfolg der Delfinshow in einem behelfsmäßigen Zelt, eröffnet. Hier ein paar Fakten zu der (später erweiterten) Anlage:

  • Ca. 3 Millionen Liter Seewasser
  • Chemielose Wasseraufbereitung
  • Nur frischer Fisch als Hauptnahrung
  • Kein Zwang für die Tiere in der Show mitzuarbeiten
  • Mindestens 3 mal ein langes Trainig am Tag

In der Anlage wurde schon erfolgreich gezüchtet. Sie besteht aus zwei Komplexen, dem alten und dem neuen Delfinarium. Das alte Delfinarium dient den Tieren als Rückzugsraum, den die Besucher nicht einsehen können. Z.Z. leben vier Delfine (Ein Männchen und drei Weibchen) in der Anlage. 2006 musste das Dach des neuen Delfinarium völlig abgebaut werden, da sich bauliche Mängel zeigten. Bis zum Winter soll ein neues Dach gebaut werden, bis dahin genießen die Delfine ihre "Open-Air-Show".

Fossa im Zoo Duisburg
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Fossa im Zoo Duisburg

Seltene Raubtiere

Im Zoo Duisburg werden schon seit langem (früher unter engsten Bedingungen) seltene Raubtiere gezüchtet. 1979 wird die erste Fossa geboren, eine seltene Schleichkatzenart und gleichzeitig das größte Landraubtier Madagaskars. Seit 2000 leben diese Tiere in einer modernen Zuchtanlage, in der eine große Zahl dieser Schleichkatzen gepflegt wird. Die zweite seltene Raubtierart, die im Duisburger Zoo erfolgreich gezüchtet wird, ist der Nebelparder. Aus dem Grund wurden 1992 auch für diese Tiere Zuchtanlage errichtet. Heute leben die Nebelparder in zwei Gruppen im Raubtierhaus.

Äquatorium

Im November 1962 konnte das Äquatorium nach nur einem Jahr Bauzeit eröffnet werden. Zu "Glanzzeiten" dieses Affenhauses wurden hier bis zu 60 Arten gehalten. Zu Anfang wurden hier auch Seekühe in einem behelfsmäßigen Becken gehalten, das eher einem Springbrunnen glich. 1977 wurde hier das erste Zwergflusspferd geboren. Seit 1991 haben die Menschenaffen viele Beschäftigungsmöglichkeiten, da man gelernt hat, wie wichtig so etwas für die geistige Entwicklung der Primaten ist. Mit dem Neubau der Gorillaanlage 2002 wurde der erste Schritt zum Umbau des Hauses zu einem hochmodernen Tierhaus getan.

Rio Negro

Flussdelfine
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Flussdelfine

Im Jahre 2004 wurde mit dem Bau des neuen Landschaftsaquariums "Rio Negro" begonnen. Bereits im August 2005 wurde das neue Haus eröffnet und die beiden Amazonasdelfine konnten einziehen. Es sind die einzigen beiden Exemplare ihrer Art außerhalb Südamerikas in einem Zoo weltweit. Rio Negro hat eine Grundfläche von rund 900 Quadratmeter. Den Tieren stehen 650 Kubikmeter Wasser in einem großen Becken mit unterschiedlicher Wassertiefe zur Verfügung. Über eine rund 18 Meter breite Scheibe kann der Besucher die Amazonasdelfine beobachten. Im gleichen Haus sind auch Zweifingerfaultiere, Krallenäffchen und Tukane untergebracht. 2006 verstarb das ältere Flussdelfinmännchen, über eine Vergesellschaftung mit Seekühen wird nachgedacht.

Anhang

Literatur und Quellen

  • Petzold, Dirk: ABENTEUER ZOO, 550 Tierparks, Aquarien und Reptilienhäuser: Der Zooführer für Deutschland, Österreich und Schweiz. Leopold Stocker Verlag, Graz 2007. ISBN 370201151X

Links

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